Ärzte ratlos: Was könnte meine Katze haben?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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nuggie_2020

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25. Februar 2025
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Meine Katze Nugget hat seitdem sie ein Kitten ist immer wieder gesundheitliche Probleme.
Als Kitten (geboren im März 2020) hatte sie bereits offene Stellen an der Lippe, die ich beim TA untersuchen ließ. Der TA meinte damals schon, dass ich für diese Katze viel Geld lassen werde und sie vermutlich eine "Autoimmunerkrankung" habe. Er hat aber damals keine genaue Diagnose gestellt, sondern durch Allergietests mit der Diagnostik begonnen. Durch einen Blutallergietest kamen nur Allergien, wie "Weißfisch", "Exotenfleisch" und "Weizen" raus. Bereits damals hat sie aber nur immer sehr hochwertiges Futter bekommen, aber er meinte, dass es sich trotzdem lohnen würde, Allergiefutter zu füttern.
Das ging für einige Monate gut, bis sie nicht nur die offenen Stellen wieder bekam, sondern diesmal sich auch an den Öhrchen richtig blutig kratzte. Wir wechselten das Allergiefutter und hatten danach erstmal wieder Ruhe. Phasenweise zeigte sie aber immer wieder die Symptome, die aber nach einigen Tagen-Wochen wieder verschwanden.

Nach unserem Umzug vor 2 Jahren wurde es dann ganz schlimm. Sie hat sich die letzten Jahre den gesamten Bauch und auch die Beine kahl geleckt. Außerdem übergibt sie sich trotz Allergiefutter fast täglich und oft auch mit Blut und pinkelt häufig neben das Katzenklo und trinkt super viel. Egal welche Untersuchung ich durchführen lasse und bei wem: es wurde nichts gefunden. Nierenwerte sind gut, sie hat keine Diabetes, auch eigentlich nie Durchfall. Allergiemedikamente wie Cortison oder auch Apoquel (was für Katzen eigentlich gar nicht zugelassen ist, was wir aber als "letzte" Möglichkeit bekommen haben), haben wenn überhaupt nur ein paar Wochen oder eher eigentlich nur Tage gewirkt.

Das Katzenstreu ist das gleiche, auch Putz- oder Waschmittel habe ich nie verändert, wodurch man diese Phasen des extremen Kratzen erklären könnte. Aktuell kratzt sie sich zwar nicht mehr so massiv blutig, leckt sich aber trotzdem die ganze Zeit ihre Haut. Auch dermatologisch soll alles okay sein. Kein Antibiotikum, Schmerzmittel oder auch Magendarmmedikamente konnten bis jetzt helfen.

Ich bin auch derzeit bei einem Spezialisten für Dermatologie bei Tieren, der als nächstes einen Umweltallergietest durchführen möchte. Ich sehe es aber leider schon kommen, dass es wieder nichts bringen wird.
Auf Nachfrage beim neuen TA (den ich seit meinem Umzug habe), was für eine Immunerkrankung es sein könnte, meinte er, er sei mit seinem Latein am Ende und sie sei einfach ein "Montagsprodukt". Ich habe etwas bezüglich Lupus recherchiert und sie hatte tatsächlich letztes Jahr eine Phase, in der sie viel gehumpelt ist. Das ist nach einigen Wochen (und TA besuchen) aber wie von selbst wieder verschwunden, ohne dass sie etwas gebrochen hatte. Damals vermuteten die TA, dass ihre Kniescheibe immer rausspringen würde, das tut sie aber jetzt nicht mehr. Generell hat sie keine ersichtlichen Gelenkprobleme mehr. Das passt ja auch wieder nicht zu Lupus, da es nur einseitig auftrat und seitdem auch nie wieder.
Vielleicht gibt es ja hier auch Leute mit ähnlichen Erfahrungen, die mir weiterhelfen können. Ich gebe wirklich sehr gern jeden Euro für meine Katze her, musste aber durch die ganzen Untersuchungen der letzten Jahre bereits sehr sehr sehr viel Geld investieren, welches letztendlich meiner Nugget nie wirklich geholfen hat.

Falls jemand guten Rat für mich hat, meldet euch gern! Danke 🙂
 
A

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Das hört sich wirklich sehr deprimierend und frustrierend für Dich und Nugget an. Einen richtigen Rat habe ich nicht für Dich, kann nur meine Erfahrungen mit 2 Katzen mit Hauterkrankungen beschreiben.
Kater 1: starker Juckreiz, massive Leckalopezie (kahler Bauch, kahle Hinterschenkel) bis zu wunden Stellen. Allergietest ergab diverse Futtermittelallergien. Mit entsprechender Diät war der Juckreiz vollkommen weg, in Stresssituationen setzte wieder verstärktes Putzen ein.
Kater 2: lineares EG (Ursache Autoimmunerkrankung oder Allergie), Allergietest ergab mehrere Futtermittelallergien. Entsprechende Diät führte zum Rückfall. Wir haben dann herausgefunden, dass er auch diverse Zusatzstoffe im Fertigfutter nicht verträgt. Inzwischen ist er fast ein Jahr lang ohne Medikamente vollkommen symptomfrei, aber es war ein langer Weg.

Das Erbrechen Deiner Katze würde mich vermuten lassen, dass der Auslöser für ihre Beschwerden doch eher über die Nahrung aufgenommen wird. Du schreibst, Du fütterst Allergiefutter. Auch dieses Futter kann Bestandteile enthalten, auf die Deine Katze reagiert. Wir haben bei Kater 2 sechs Wochen lang ausschließlich Allergiefutter gefüttert, mussten aber von vornherein einige ausschließen, weil sie z.B. Mais enthalten, auf den er positiv getestet wurde. Hast Du einen Versuch mit Reinfleisch ohne Zusätze gemacht und wurde eine richtige Ausschlussdiät durchgeführt?
Kater 2, unser Perry, ist ein aktuelles Familienmitglied. Für ihn führe ich seit der Diagnose akribisch ein Futtertagebuch und ein Tagebuch über die Entwicklung der Erkrankung. Es ist wichtig, jeden Bissen festzuhalten, weil die Symptome doch sehr zeitversetzt auftreten können.

Zu den Untersuchungen: bei beiden Katern wurden vor den Allergietests mit Hautgeschabseln und gezogenen Haaren Tests auf Pilze Milben und andere Erreger gemacht, dann erfolgten Biopsien in Form von Hautstanzen, weil es auch im tiefen Hautgewebe Pilze und Grabmilben geben kann.
Bei Kater 2 stand nach den Biopsien die Diagnose Eosinophiler Granulom-Komplex (EGK) fest. Durch den Allergietest klärt man dann letztlich, ob Allergien im Spiel sind oder ob es sich ausschließlich um eine Autoimmunerkrankung handelt.

Wenn diese genannten Untersuchungen noch nicht durchgeführt wurden, würde ich sie machen lassen (einschließlich eines Futter und Umweltfaktoren beinhaltenden Allergietests).

Zum Stress: lebt Nugget alleine oder hat sie eine weitere Katze zur Gesellschaft? Auch das kann eine Rolle spielen.

 
Hallöchen,

zwar habe ich keine Probleme bei den Katzingers, allerdings hatte ich Probleme beim Hund (Haut an manchen Stellen mal mehr, mal weniger schuppig, viel wund gekratzt…). Nach unzähligen TA-Besuchen und zig Diagnosen habe ich irgendwann das Barfen begonnen - siehe da, die Haut wurde super, das Fell wuchs wunderbar nach und meine geliebte Hundedame wurde 19 Jahre alt. Ich weiß nicht, ob das hilft - ich wollte es einfach mal als Ideenanregung dalassen.

Alles Gute! 🍀🍀🍀
 
Nach unzähligen TA-Besuchen und zig Diagnosen habe ich irgendwann das Barfen begonnen
Bei vielen ist das wirklich die einzige Möglichkeit. Im kommerziellen Fertigfutter sind teilweise ganze Cocktails von Zusatzstoffen und alles unter 5% muss nicht angegeben werden. Viele Hersteller reizen diese Prozente z.B. bei den Bindemitteln doppelt und dreifach aus, indem sie mehrere Bindemittel einsetzen. Auch auf Teile der verwendeten Vitamin- und Mineralstoff-Vormischungen kann allergisch reagiert werden. Und diese Zusatzstoffe sind eben auch in den sogenannten Allergiefuttern enthalten. Man kann also auch da mit bestimmten Sorten vollkommen daneben greifen.
Wir haben zum Glück ziemlich schnell herausgefunden, welches Bindemittel vertragen wird. Es hat mich aber viel Korrespondenz mit den Herstellern gekostet, um eine gewisse Auswahl an Futter zu ermitteln und ich bin immer noch bemüht, diese Auswahl etwas zu erweitern.
 
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