Ernährung bei Pankreatitis

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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truffle

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20. Februar 2025
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Hallo,

ich bin ganz neu hier, muss jetzt aber einfach Mal fragen, weil ich aus dem Aussagen meiner Tierärztin echt nicht schlau werde.

Meine Katze (ca. 8 Jahre - nur eine Schätzung da Fundtier) ist leider ein kleines "Montagsmodell" und hat jede Menge gesundheitlicher Probleme, die nach und nach bei der Tierärztin aufgedeckt wurden.
- Einen Bandscheibenvorfall - zur Schmerzbehandlung deswegen seit Okt. 2023 tägl. Metacam

- eine sehr träge Verdauung - seit Okt. 2023 probiere ich versch. Vet-Diäten und Sonstiges, seit ein paar Monaten zeigen Flohsamenschalen endlich Wirkung. Woran es genau liegt, ist unklar. Die Vertretung der TÄ äußerte im Okt. 2024 erstmals den Verdacht Pankreatitis (das könnte mit dem "Stillstand" im Darm zu tun haben)

- Pankreatitis scheint es auch zu sein, zumindest gaben das die Laborwerte her. Ich habe die von Okt. 24 leider nicht auffinden können, aber die fPLI war wohl deutlich erhöht und der Leukozytenwert extrem gering (FIP, FIV, FelV aber ausgeschlossen) - ein Jahr zuvor war das geriatrische Profil noch unauffällig. Dafür gab es PancreasComp (warum auch immer) und ich sollte nur noch Futter mit einem Rohfettgehalt unter 10% geben. Ich bin also wegen des geringeren Rohfettgehaltes komplett auf Nassfutter umgestiegen (auch, damit sie genug Flüssigkeit und ihre Flohsamenschalen bekommt). Bei der Kontrolle jetzt waren die Werte aber immer noch schlecht.

fPLI 15,6
Cholesterin 5,8
Kalium 4,9
DGGR Lipase 47,6
Triglyceride 2,89
Lipämieindex 60

Und auch das Blutbild an sich ist auffällig
Erythrozyten 10,21
Hämatokrit 0,48
Hämoglobin 156
Leukozyten 4.6
Lymphozyten 0,8

Gerade die hohen Blutfettwerte konnte ich mir aufgrund der Ernährungsumstellung nicht erklären. TÄ sagt, es wäre das Nassfutter (wg. Feuchtigkeitsgehalt sei der Rohfettgehalt nicht der tatsächliche) oder die fettarmen aber sehr proteinreichen Leckerchen, die sie ab und zu bekommt. Von dem Trockenfutter, das ich aus der Praxis habe, würden Katzen immer schlank.

- und ach ja, sowohl Nass- als auch Trockenfutter sind derzeit VetConcept Low Mineral, denn Struvitsteine hat das arme Tier auch 🙁

Ich werde nicht mehr schlau draus. Lange Rede, kurzer Sinn:
Muss ich auf den angegebenen Rohfettgehalt des Futters achten oder den Fettgehalt der Trockenmasse ausrechnen?
Hat jemand Erfahrung mit Pankreatitis-Katzen und kann mir vllt Tips geben?
Und hat jemand eine Idee, wie ich trotzdem sicherstellen kann, dass meine Katze genug Flüssigkeit aufnimmt und ihre Flohsamenschalen frisst, auch wenn ich Trockenfutter gebe?

Ich würde mich über jede Antwort freuen!
 
A

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Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass fettarme Fütterung bei akuter Pankreatitis notwendig ist und eine generelle Fettreduktion wird nicht mehr empfohlen. Man muss also schauen, welcher Fettgehalt vertragen wird.

Du kannst die Fettgehalte von Trockenfutter und Nassfutter nicht 1:1 miteinander vergleichen, man müsste beides umrechnen zum Vergleich.

Faustformel ist bei

Trockenfutter der jeweilige Wert plus 10%.
Beispiel: Fett 14,6% + 1,46 = 16,06% Fett in der Trockensubstanz.

Nassfutter der Wert mal 4 bei ca.75% Feuchtigkeit und 5 bei 80% Feuchtigkeit.
Beispiel: Fett 5,5% x 4 = 22% Fett in der Trockensubstanz bzw. 5,5% x 5 = 27,5%

Fettarme Sorten Nassfutter mit besonders niedrigem Fettgehalt wären z.B. GOURMET Perle (2.5% Fett, d.h. 12.5% i.d.Tr.), Miamor Milde Mahlzeit (3.5% Fett, d.h. 17,5% i.d.Tr.), einige Sorten Vet Concept, z.B. Cat Low Fat Trockenfutter (8.6% Fett, d.h. 9.46% i.d.Tr.) und andere.

Pankreatitis ist sehr schmerzhaft, bekommt sie Schmerzmittel? Angezeigt sind Morphinderivate.
Die Alternativen zu Buprenovet (Opiat) ist Tramal/Tralieve (Tramadol), als Opioid hat es den Vorteil, dass man kein Betäubungsmittel-Rezept benötigt.
Wurde ein Ultraschall bzw. ein Röntgen durchgeführt?
Außerdem spricht Pankreatitis auf eine Behandlung mit Kortikosteroiden gut an, vor allem bei chronischen Prozessen.
Homöopathie hat keine Evidenz über den Placeboeffekt hinaus, auch bei Pankreatitis nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen der Struvit-Problematik könntest du das Futter geben, was von der Bauchspeicheldrüse vertragen wird, wenn du mit Guardacid oder anderen Mitteln, die DL-Methionin enthalten, den Urin ansäuerst.

Wichtig ist dann, den pH-Wert des Urins regelmäßig mit Teststreifen zu messen, damit er im richtigen Bereich ist. Denn bei ca. 6,9 oder höher entsteht Struvit und bei unter 6,3 entstehen Oxalatsteine.

Teststreifen kannst du in der Apotheke bekommen oder online, z.B. Indikator Papier Uralyt-U

Hier ist eine gute Beschreibung dabei (Fütterungsempfehlung) und das Pulver kann man evtl. noch feiner dosieren als Tabletten: napfcheck Vet-MET für Hund Katze

Messen sollte man entweder morgens vor der ersten Mahlzeit der Katze auf nüchternen Magen oder mind. 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit. Der Wert steigt 2-4 Stunden nach der Futteraufnahme an, das ist normal.

Mehrere kleine Mahlzeiten sind günstiger als beispielweise zwei große, das trifft auch bei Pankreatitis zu, und auch eine gute Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig, also z.B. Trinkbrunnen bei faulen Trinkern.
 
Viele kleine Mahlzeiten hat mir meine Tierärztin auch empfohlen. Außerdem sollte man drauf achten, kein Futter direkt aus dem Kühlschrank zu füttern.
 
Hat deine Katze denn Appetit?
Als mein Kater eine Pankreatitis hatte, war es am wichtigsten, dass er überhaupt irgendwas frisst. Der hohe Fettgehalt von Leckerlies hat es zumindest nicht verschlimmert.
Dies scheint sich mit den Erkenntnissem zu decken, dass eine fettarme Fütterung nicht pauschal zu empfehlen ist.

Der Frage nach der Schmerzmedikation (außer Meloxicam) schließe ich mich an. Zumindest eine akute Pankreatitis ist sehr schmerzhaft.

Wurde bereits ein Ultraschall des Bauchraums durchgeführt?

Dafür gab es PancreasComp (warum auch immer)
Das würde ich weglassen, ist rausgeschmissenes Geld, das hat @Quartett gut erläutert.

Bei diesen diversen Baustellen könntest du dir überlegen, deine Katze einem Internisten/Internistin vorzustellen. Grade das mit der Verdauung scheint ja schon sehr lange so zu gehen und eine darauf spezialisierte Person hat vielleicht nochmal mehr Ideen.
 
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Hey,
danke euch allen für die schnellen Antworten.

Die TÄ hat nur Metacam empfohlen. Andere Schmerzmittel waren nie im Gespräch. Erstmal wirkt die Katze auf mich auch nicht stark schmerzbelastet. Bewegen tut sie sich leider eh nie viel, aber sie ist nicht lethargisch und kauert nicht irgendwo im Versteck. Erbrechen tut sie nicht; Appetit hat sie auch (laut ihr könnte ich ihr gerne die doppelte oder dreifache Menge an Futter geben). Dementsprechend scheinen die Symptome erstmal schwach bis mäßig ausgeprägt.

Ein Ultraschall der Pankreas wurde nicht gemacht, nur die Blase wurde geschnallt, wodurch auch erst die Kristalle erkannt wurden. Als "Beweis" galt der fPLI-Wert im Blutbild. Bei der Homöopathie war ich auch total stutzig, aber es wurde mir auch nur als "Beiwerk" zur einzigen Lösung angeboten: fettarme Fütterung!!! Da besteht die TÄ unbedingt drauf - andere Behandlungsmethoden wurden gar nicht thematisiert. Klar, schaden wird es sicher nicht bei den Blutfettwerten, aber dass es u.U. gar nicht zur Lösung beiträgt, war mir neu und macht mich etwas ärgerlich.

Danke für die Futterempfehlungen und auch das mit der Methionin- Nahrungsergänzung. Ich weiß jetzt nicht, ob es trotzdem ungünstig wäre, "normales" fettarmes Futter mit einem u.U. höheren Mineralgehalt zu geben? Oder ist das eher nebensächlich, Hauptsache Ph-Wert stimmt?

Alles in allem werde ich mich wohl schnellstmöglich nach einer anderen Tierarztpraxis umschauen, die spezialisierter aufgestellt ist. 🙁
 
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Die TÄ hat nur Metacam empfohlen. Andere Schmerzmittel waren nie im Gespräch.
Metacam kann bei Pankreatitis problematisch sein, da NSARs das Risiko von Magen-Darm-Problemen erhöhen können, was bei Katzen mit Pankreatitis besonders ungünstig wäre.
Deshalb nimmt man andere Schmerzmitte, am besten die oben genannten oder auch Novalgin, welches aber auch nicht völlig unproblematisch ist.


Erstmal wirkt die Katze auf mich auch nicht stark schmerzbelastet. Bewegen tut sie sich leider eh nie viel, aber sie ist nicht lethargisch und kauert nicht irgendwo im Versteck. Erbrechen tut sie nicht; Appetit hat sie auch (laut ihr könnte ich ihr gerne die doppelte oder dreifache Menge an Futter geben). Dementsprechend scheinen die Symptome erstmal schwach bis mäßig ausgeprägt.
Das klingt ja nicht so schlecht.


Ein Ultraschall der Pankreas wurde nicht gemacht, nur die Blase wurde geschnallt, wodurch auch erst die Kristalle erkannt wurden. Als "Beweis" galt der fPLI-Wert im Blutbild.
Die Werte sind das eine und natürlich ausssagekräftig.
Aber eine Bildgebung ist trotzdem wichtig, um genau zu wissen, was genau Sache ist, ob z.B. ein Erguss oder anderes vorliegt.


Bei der Homöopathie war ich auch total stutzig, aber es wurde mir auch nur als "Beiwerk" zur einzigen Lösung angeboten: fettarme Fütterung!!! Da besteht die TÄ unbedingt drauf - andere Behandlungsmethoden wurden gar nicht thematisiert. Klar, schaden wird es sicher nicht bei den Blutfettwerten, aber dass es u.U. gar nicht zur Lösung beiträgt, war mir neu und macht mich etwas ärgerlich.

Danke für die Futterempfehlungen und auch das mit der Methionin- Nahrungsergänzung. Ich weiß jetzt nicht, ob es trotzdem ungünstig wäre, "normales" fettarmes Futter mit einem u.U. höheren Mineralgehalt zu geben? Oder ist das eher nebensächlich, Hauptsache Ph-Wert stimmt?
Ist denn Struvit auch wirklich nachgewiesen? Nicht dass es Oxalatsteine sind.


Alles in allem werde ich mich wohl schnellstmöglich nach einer anderen Tierarztpraxis umschauen, die spezialisierter aufgestellt ist. 🙁
Das würde ich wohl auch tun.
 
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Habe hier auch chronisch kranke Pankreaskatzis. Ich füttere fettreduziertes Nassfutter.

Bitte gib das Metacam nicht, das ist genau kontraproduktiv und schlägt auf den Magen-Darmtrakt. Meine TA sagt es begünstigt gerne Pankreatitis, zudem belastet es die Nieren stark. Wenn die Katze Schmerzen beim abtasten zeigt würde ich im Akutfall für einige Tage Buprenorphin geben.

Das allerwichtigste bei Pankreatitis ist, dass Katzi gut frisst und nicht dehydriert ist. Wenn kein Erbrechen und Durchfall da ist kann man noch unterstützen mit Pankreasenzymen, zb Lypex.
Oder Ulmenrindenpulver aufgekocht, das aber immer 1 Std. in Abstand zu anderen Medis.
 
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. Wenn kein Erbrechen und Durchfall da ist kann man noch unterstützen mit Pankreasenzymen, zb Lypex.
...
Aber warum willst du Pankreasenzyme substituieren, wenn keine Funktionsstörung und/oder kein Ausfall der exokrinen Pankreassekretion vorliegt?
 
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Aber warum willst du Pankreasenzyme substituieren, wenn keine Funktionsstörung und/oder kein Ausfall der exokrinen Pankreassekretion vorliegt?
Ich hatte zwei Katzen mit Pankreatitis. Und bei einer dritten stand "exokrine Pankreasinsuffizienz" im Raum. Nur in diesem einen Fall hätte man überhaupt Enzyme geben sollen. Um diese Insuffizienz festzustellen, soll der TLI bestimmt werden.
Der Tierarzt meinte, Enzyme einfach mal nur so zu verabreichen, ist kontraproduktiv, da das Organ (Bauchspeicheldrüse) dann mit der Zeit die Eigenproduktion einstellt. Was dann bedeutet: man muss die Enzyme lebenslang geben. So etwas in der Art hatte ich dann auch gelesen
 
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Mein Kater hat auch Pankreatitis... ob es eine chronische ist, ist noch nicht klar. Also der fPli ist noch nicht wieder im Normbereich (7,2), aber er hat aktuell keine Symptome. Seine BSE wurde durch Medikamente ausgelöst. Er hatte dann Novalgin als Schmerzmittel bekommen. Hat bei ihm gut angeschlagen. Wenn nicht, hätte er auch Opiate bekommen. Metacam meinte die TÄ aber auch, ist gar nicht gut bei Pangreatitis.
Ich fütter seit dem Fettreduziert, aber nicht so krass. Maximal 5,5% im Nassfutter und 9,5% im Trockenfutter. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass er ruhiger wird, wenn ich fetthaltigeres Futter gebe. Leider redet er ja nicht mit mir, das heißt, ich kann das nur beobachten.. Also am besten mal beobachten, ob er sich verändert, wenn du Futter mit mehr Fett gibst. Auch auf Kotkonsistenz und -farbe achten.
An sonsten gibt es auch einige recht gute fettarme Futtersorten außer Vetconcept (finde ich nicht soo toll und dafür recht teuer). Bei Niere kenn ich mich nicht aus, hatte aber mal gelesen, dass der Rohascheanteil möglichst gering sein soll.
Ein Ultraschall wäre sehr wichtig, um eventuelle Veränderungen zu sehen. Bei uns war zum Glück nichts auffällig.
Ich drücke die Daumen, dass sich alles wieder einrenkt.. habe auch ein Montagsmodell hier sitzen..🥲
 
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Ich hatte zwei Katzen mit Pankreatitis. Und bei einer dritten stand "exokrine Pankreasinsuffizienz" im Raum. Nur in diesem einen Fall hätte man überhaupt Enzyme geben sollen. Um diese Insuffizienz festzustellen, soll der TLI bestimmt werden.
Der Tierarzt meinte, Enzyme einfach mal nur so zu verabreichen, ist kontraproduktiv, da das Organ (Bauchspeicheldrüse) dann mit der Zeit die Eigenproduktion einstellt. Was dann bedeutet: man muss die Enzyme lebenslang geben. So etwas in der Art hatte ich dann auch gelesen

Danke euch für die Aufklärung, das wusste ich so nicht! Meine TA meinte, ich soll die Kapseln geben und schauen ob es bessert. Aber keine meiner Katzis frisst das Zeug.

Dann kann man wohl nur die akuten Symptome behandeln? Bei meinem Jack sinkt der Wert praktisch nie in den Normalbereich, auch wenn er wieder normal frisst und das erbrechen weg ist. Er hat aber auch immer ein bisschen Probleme mit dem Kot. Kotpeofil usw. wurde alles schon gemacht.
 
Danke euch für die Aufklärung, das wusste ich so nicht! Meine TA meinte, ich soll die Kapseln geben und schauen ob es bessert. Aber keine meiner Katzis frisst das Zeug.

Klingt ein bisschen so, als ob man über die Wirkung schauen wollte, ob es eine exokrine Pankreasinsuffizienz ist oder nicht, und nicht über den Bluttest.

Dann kann man wohl nur die akuten Symptome behandeln? Bei meinem Jack sinkt der Wert praktisch nie in den Normalbereich, auch wenn er wieder normal frisst und das erbrechen weg ist. Er hat aber auch immer ein bisschen Probleme mit dem Kot. Kotpeofil usw. wurde alles schon gemacht.
Eine akute Pankreatitis kann oft vollständig ausheilen, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird, und das ist eben das Problem. Sie wird nicht rechtzeitig erkannt und wird dann chronisch.
 
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Ich habe für die Katz jetzt einen Trinkbrunnen aufgestellt und nochmal fettärmeres Futter besorgt, und am allerwichtigsten - am Dienstag einen Termin in einer anderen Praxis!
Da werde ich mich nochmal ausführlich beraten lassen und auch nochmal auf Ultraschall und Urintest bestehen. Das Tierchen ist meine erste eigene Katze und ich hatte erstmal Urvertrauen in die Tierärztin und wenig Erfahrung mit "speziellen Fällen". Aber ab jetzt nehme ich das nochmal anders in die Hand.
Danke euch allen für die Tipps und Erfahrungen!
 
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Hallo,

ich bin ganz neu hier, muss jetzt aber einfach Mal fragen, weil ich aus dem Aussagen meiner Tierärztin echt nicht schlau werde.

Meine Katze (ca. 8 Jahre - nur eine Schätzung da Fundtier) ist leider ein kleines "Montagsmodell" und hat jede Menge gesundheitlicher Probleme, die nach und nach bei der Tierärztin aufgedeckt wurden.
- Einen Bandscheibenvorfall - zur Schmerzbehandlung deswegen seit Okt. 2023 tägl. Metacam

- eine sehr träge Verdauung - seit Okt. 2023 probiere ich versch. Vet-Diäten und Sonstiges, seit ein paar Monaten zeigen Flohsamenschalen endlich Wirkung. Woran es genau liegt, ist unklar. Die Vertretung der TÄ äußerte im Okt. 2024 erstmals den Verdacht Pankreatitis (das könnte mit dem "Stillstand" im Darm zu tun haben)

- Pankreatitis scheint es auch zu sein, zumindest gaben das die Laborwerte her. Ich habe die von Okt. 24 leider nicht auffinden können, aber die fPLI war wohl deutlich erhöht und der Leukozytenwert extrem gering (FIP, FIV, FelV aber ausgeschlossen) - ein Jahr zuvor war das geriatrische Profil noch unauffällig. Dafür gab es PancreasComp (warum auch immer) und ich sollte nur noch Futter mit einem Rohfettgehalt unter 10% geben. Ich bin also wegen des geringeren Rohfettgehaltes komplett auf Nassfutter umgestiegen (auch, damit sie genug Flüssigkeit und ihre Flohsamenschalen bekommt). Bei der Kontrolle jetzt waren die Werte aber immer noch schlecht.

fPLI 15,6
Cholesterin 5,8
Kalium 4,9
DGGR Lipase 47,6
Triglyceride 2,89
Lipämieindex 60

Und auch das Blutbild an sich ist auffällig
Erythrozyten 10,21
Hämatokrit 0,48
Hämoglobin 156
Leukozyten 4.6
Lymphozyten 0,8

Gerade die hohen Blutfettwerte konnte ich mir aufgrund der Ernährungsumstellung nicht erklären. TÄ sagt, es wäre das Nassfutter (wg. Feuchtigkeitsgehalt sei der Rohfettgehalt nicht der tatsächliche) oder die fettarmen aber sehr proteinreichen Leckerchen, die sie ab und zu bekommt. Von dem Trockenfutter, das ich aus der Praxis habe, würden Katzen immer schlank.

- und ach ja, sowohl Nass- als auch Trockenfutter sind derzeit VetConcept Low Mineral, denn Struvitsteine hat das arme Tier auch 🙁

Ich werde nicht mehr schlau draus. Lange Rede, kurzer Sinn:
Muss ich auf den angegebenen Rohfettgehalt des Futters achten oder den Fettgehalt der Trockenmasse ausrechnen?
Hat jemand Erfahrung mit Pankreatitis-Katzen und kann mir vllt Tips geben?
Und hat jemand eine Idee, wie ich trotzdem sicherstellen kann, dass meine Katze genug Flüssigkeit aufnimmt und ihre Flohsamenschalen frisst, auch wenn ich Trockenfutter gebe?

Ich würde mich über jede Antwort freuen!
Gibt es eigentlich noch mehr Blutwerte? Und wie sind die Referenzwerte? Einzelne Werte zu betrachten macht recht wenig Sinn, man sollte immer auf den Gesamtzusammenhang schauen. So muss der erhöhte spezifische Pankreaswert nicht unbedingt eine akute Pankreatitis sein, auch eine entsprechende Dehydrierung kann den Wert derbe aufkonzentrieren. Dann ist bei den Triglyceriden die Frage, war die Katze nüchtern bei der Blzabnahme? Wie sieht denn der Fructosaminwert aus - hier schaut man dann auch auf das Cholesterin. Und wenn eine Lipidämie vorlag bei der Blutprobe, da sind ne Reihe Blutwerte gar nicht interpretierbar, z.B. das Choelsterin sekbst durch das u.a. die Lipidämie hervorgerufen sein kann. Auch können einige Werte dann erniedrigt sein.
 

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