Kein sozialverhalten?!

  • Themenstarter Themenstarter Jessy&Mikesch
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Erstmal danke🙂
Zu der Frage wie lange er alleine ist. Es ist unterschiedlich. An manchen Tagen ist er gar nicht alleine und an anderen wieder bis zu 8 std.
Wenn es nach meinem kater gehen würde dürfte ich die Wohnung gar nicht verlassen. Meistens legt er sich vor die Tür und wartet bis ich wieder komme,selbst dann wenn mein Mann zuhause ist. Wir sehen schon zu das es nicht zu oft vorkommt das er solange alleine ist. Wenn wir nicht zuhause sind kommt meine Schwester oder meine Nachbarin. Es gibt trotzdem Tage da lässt es sich nicht vermeiden.
Ich schau mal wie ich das mit der tür hinbekomme. Hab bald 2 Wochen Urlaub da werd ich mich der Sache mal annehmen.
 
A

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So wie du deinen Kater beschreibst, halte ich eine Zusammenführung für fast unmöglich. Und ohne Gittertür sowieso. Und mit Gittertür für fast.

Da mußt du damit rechnen, das es Monate dauert, bis du da zum 2. Schritt gehen kannst.
Denk auch mal darüber nach, ob du das einer anderen Katze zumuten kannst.

Dein Kater ist ja nicht nur so lange Einzelkater gewesen, sondern dadurch, das er noch so winzig war, weiß er ja eigentlich nicht einmal, wie eine Katze aussieht.

Und das gewagte Experiment von deiner Freundin. Nun, vielleicht waren da die Voraussetzungen anders, wer weiß das schon. Wenn z.B. der Kater von deiner Freundin nicht 4 Wochen alt war beim Einzug, sondern 14, dann ist das schon ein haushoher Unterschied.

Deinen Kater in eine Gruppe setzen, da gibt es erst einmal 2 Möglichkeiten: Entweder der ist erdrückt von der Übermacht der anderen Katzen und zutiefst verunsichert wegen der neuen Umgebung und verkriecht sich, und bis in 14 Tagen hat kein Mensch auch nur seine Schwanzspitze nochmal gesehen.
Oder er fängt sofort an, sein neues Revier zu "bereinigen" und prügelt eine Katze nach der andern zusammen. Oder gerät an eine, die sich wehrt, und dann prügeln sich beide. Folgen sind nicht auszumalen.

Und 3 ist zwar noch jung, aber eben doch schon alt genug, das sein Verhalten sehr gefestigt sein wird.

Schade, das du uns beim 1. Versuch nicht gefragt hast. Aber jetzt halte ich den Zug für abgefahren.
 
Hinterher ist man immer schlauer als nachher.
Das er keine Katzen kennt würde ich jetzt nicht so sagen. Meine nachbarin hat auch 2. Wir haben sie sich mal beschnuppern lassen und er hört sie ja auch.
Ich geh eher davon aus das er sich prügeln wird. Er ist halt sehr dominant aber dennoch total verspielt und verschmust.
Mal sehen ob ich es i.wie schaffe. Wenn es nicht mehr geht dann tut es mir leid für ihn. Dann lebt er weiterhin wie gehabt.
 
Zum allein-lassen erstmal
Ich würde ihn ungerne weiterhin alleine lassen.es ist ja auch was völlig anderes ob ich mit ihm spiele oder ne zweite katze.
Genau so ist es.
Natürlich ist es gut, wenn ihr ihn so wenig wie möglich allleine lasst.
Aber eben ihr könnt nunmal keinen Artgenossen erstetzen.

Deine Eingangsfrage war ja, ob er überhaupt sozial verträglich ist.

Er ist sicher nicht gut sozialisiert. Vermutlich so gut wie gar nicht.
Wie bereits geschrieben wurde, findet die wichtigste Prägung diesbezüglich in den ersten 16 Wochen statt.
Läuft da etwas schief, egal jetzt aus welchem Grund, hat er eben wichtiges von Grund auf nicht gelernt bzw wurde fehlgeprägt.

Das heißt aber nicht, dass er es im Nachhinein nicht lernen kann.

Wenn eine Katze gut sozialisiert ist (erste Lebenswochen), kann sie, auch wenn sie lange Zeit über ohne Artgenosse leben musste, doch mitunter schnell (wieder) auf bereits erlerntes zurückgreifen.
Wenn eine Katze hingegen schlecht sozialisiert ist, so wie dein Kater, sieht das schon anders aus. Er kann genausogut im nachhinein sozialisiert werden - nur das dauert dann länger als bei gut sozialisierten Katzen.
Insofern wäre es wichtig gewesen, die erste Zusammenführung sorgfältig zu machen, denn je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es.
Das soll nun kein Vorwurf sein.
Nur zum Verständnis, dass du jetzt mit einem eventuellen erneuten Versuch viel Zeit und Geduld einplanen müsstest.

Er ist schlecht sozialisiert und ist nun ca 3 Jahre alt. Da müsstest du eine stabile Gittertür bauen und davon ausgehen, dass er erstmal nicht amüsiert über einen Artgenossen sein wird. Er wird ängstlich oder vermutlich eher aggressiv reagieren oder insgesamt verunsichert sein. Aber eben weil durch die Gittertrür ja nichts passieren kann, wird er mit der Zeit ganz von selbst merken, dass "das Wesen da hinter dem Gitter 👽" keine Bedrohung oder Konkurrenz für ihn darstellt.
Wenn er soweit ist, also sich irgendwann "von sich aus" beruhigt hat (allein das kann mitunter eine Weile dauern, da muss man geduldig sein), kannst du anfangen, direkt am Gitter Übungen zu machen, um die beiden einander anzunähern...

Will damit sagen - du hast dann schon großen Einfluss darauf, wie die Zusammenführung läuft. Du kannst ihm vieles im Nachhinein beibringen, noch bevor er dem Artgenossen direkt ohne Gittertür begegnet.

Auch wenn er schlecht sozialisiert ist, so steckt es doch in seiner Natur, dass er sich nach Artgenossen sehnt, denn er ist eine Katze und Katzen wollen kätzische Gesellschaft, es steckt in ihnen drin.
Nur eben weil er schlecht sozialisiert ist und zudem länger alleine war, bräuchte er deine Hilfe, dass er wieder zu seiner "wahren Natur" findet.

Ich schreibe das so, weil er doch noch recht jung ist und ich nicht meine, dass der Zug bereits abgefahren ist.
Sicher gibt es Einzelkatzen, die sich nicht mehr mit Artgenossen vertragen können. Aber das sind ältere Katzen, die wirklich lange Jahre über allein gehalten wurden. Deiner ist noch recht jung und lernfähig.

Will dir nichts einreden (!!!) Nur dass du weißt, dass - wenn du es denn überhaupt versuchen möchtest - du sehr überlegt und vor allem geduldig an die Sache herangehen müsstest.
Ganz wichtig wäre dann auch, dass der Kumpel passend ausgesucht wird... Das Forum hilft bei vielen Fragen gern.

Also nicht dass du denkst, Gittertür reinmachen, nach einigen Tagen öffnen und schauen was passiert - du müsstest dafür Zeit und Geduld einplanen und ihm in der Zeit quasi eine "Ersatz-Katzen-Mutti" sein, die ihm (neu) beibringt, dass Artgenossen eigentlich etwas nettes sind.
Nur eben, da er schlecht sozialisiert ist, wird das länger dauern und viel Geduld erfordern...

Man stellt sich natürlich die Frage "was, wenn es nicht klappen sollte?" Ich meine, mit viel Geduld und den richtigen Voraussetzungen wird das schon klappen.
Aber - man wird bereits an seinem Benehmen an der geschlossenen Gittertür erkennen, ob es überhaupt Sinn macht.
Er wird aufgeregt sein und wenn sich das nach einigen Tagen von selbst legt, dann ist auch eine Entwicklung möglich - und dann kann man gezielt mit Annäherungs-Übungen anfangen...
Wenn er sich aber partout nicht beruhigen sollte, dann kann man davon ausgehen, dass es besser ist das Ganze abzubrechen - natürlich ohne dass man die Gittertür öffnet und weiteren Stress zumutet.
Das wäre dann natürlich blöd für alle Beteiligten, aber man hat es wenigstens versucht. Und eben durch die Gittertür keine Angriffe riskiert.

Ich meine schon, dass die Chance auf Erfolg größer ist als auf Misserfolg. Er ist eine Katze, Katzen wollen Artgenossen um sich haben.
Wäre er älter als 4 Jahre, wäre ich auch skeptischer.
Ab ca 3, 4 Jahren ist die "soziale Reife" erreicht, sie sind bis dahin noch flexibler und lernfähiger als erwachsene Katzen. Sicher sind sie mit ca 1 jahr bereits körperlich ausgewachsen, aber erst ab ca 3, 4 Jahren auch "innerlich erwachsen" und bis dahin kann noch mehr Entwicklung stattfinden...

Nur eben, dazu bräuchte es auch einen Katzenhalter, der sich das Ganze zutraut.. für einen ungeduldigen Menschen, oder wenn es die Zeit einfach nicht erlaubt, wäre so eine Aufgabe wohl nichts...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich geh eher davon aus das er sich prügeln wird. Er ist halt sehr dominant aber dennoch total verspielt und verschmust.

Eine Katze, die prügelt ist nicht zwangsläufig dominant.
Dein Kater hat kein Sozialverhalten gelernt, er kennt und akzeptiert keine Grenzen. Wenn andere Artgenossen Grenzen setzen, kann ihn das verunsichern oder wütend machen und er fängt an zu prügeln.

Da Du offensichtlich auch wenig Grenzen setzt und Dich selbst als "zu weich" einschätzt, kann er natürlich auch bei Euch alles machen was er will und muss keine Grenzen akzeptieren.


Wenn Ihr eine weitere Zusammenführung ins Auge fasst, dann bitte nur mit Gittertür und einem sehr sorgfältig ausgewähltem Kater, der ein gutes Sozialverhalten hat, recht robust ist, sich aber auch nichts gefallen lässt.

Und es ist wichtig, dass Ihr mehr über Katzenverhalten lernt und die Körpersprache der Katze deuten und verstehen lernt.
 
Die einzigen Türen sind im Bad und Schlafzimmer und das sind Flügeltüren :-(

Flügeltür zum Badezimmer???? *staun*

Eine spontane Idee wäre: An der einen Seite der Fügeltür ist bestimmt eine Sicherung, so dass man sie feststellen kann damit sie unbeweglich ist. Den anderen Flügel hängst du aus und wenn du an einem anderen Holzrahmen passende Türeinhängungen befestigst (weiß grad nicht wie diese Teile heißen, die man da bequem einhängen kann), hängst du diesen Rahmen in den Flügeltürrahmen. Wie eine normale Tür. Zum leichten öffnen und sicheren verschließen ließe sich dann an der Holztür (incl Gitter) bestimmt ein einfacher Riegel befestigen... So in etwa...
Falls die Räume sehr hoch sind, könntest du ja an der gebastelten Holztüre nur die untere Hälfte mit einem Gitter versehen, dann wäre die Tür stabiler. Es geht ja nur darum, dass die Katzen sicher voneinander getrennt sind, aber trotzdem bequem Sichtkontakt zueinander haben können.
Oder du postest mal ein Foto von der Flügeltür.

Das halte ich für eine praktikable Idee, würde es aber beim Schlafzimmer montieren. Zum einen dürfte das Schlafzimmer größer sein als das Bad (und insofern natürlich auch "kuscheliger", da keine Fliesen, sondern eben viel Stoff wie das ganze Bettzeug usw. und wahrscheinlich ein Kleiderschrank als potentieller Fluchtort).

Wenn es nach meinem kater gehen würde dürfte ich die Wohnung gar nicht verlassen. Meistens legt er sich vor die Tür und wartet bis ich wieder komme,selbst dann wenn mein Mann zuhause ist. Wir sehen schon zu das es nicht zu oft vorkommt das er solange alleine ist. Wenn wir nicht zuhause sind kommt meine Schwester oder meine Nachbarin. Es gibt trotzdem Tage da lässt es sich nicht vermeiden.

Das spricht für eine lange Zusammenführung! Bitte habe da ganz ganz viel Geduld!
Die Handaufzuchten sind da schon etwas speziell....
Unser Kater Moody ist eine Handaufzucht (obwohl er mit seinen Geschwistern bei der Mama war, die allerdings nicht sofort Milch produzieren konnte, und bei seinen Tanten und nach vier Wochen auch ein zweiter Wurf vorhanden war, mit dem Moody Sozialverhalten lernen konnte) und hat schon so seine Eigenheiten. Er ist nicht dominant und liebt seine Gattin Nine über alles, aber er ist der festen Überzeugung, das Frauen immer mal ein bisschen Haue gern haben 🙄. Und kriegt dann von den Weibern eine gepfeffert :zufrieden:.
Moody kommt mit zwei von unseren drei Mädels wunderbar klar, mit dem eifersüchtigen Pfötchen aber nicht sooooo sehr. Man toleriert sich, man teilt auch das (Dosi)Bett miteinander, aber man hasst sich auch gelegentlich und beschimpft sich mit Leidenschaft und Ausdauer.....😀

Du solltest daher potentiellen gegenseitigen Abneigungsbekundungen deines Katers und des neuen Katers nicht zuviel Gewicht beimessen, solange alles im Rahmen bleibt und kein Blut fließt.
Eine langsame und auf längere Zeit, vielleicht auch mehrere Monate, angelegte Zusammenführung könnte insofern durchaus Erfolg haben, denke ich.


Eine Katze, die prügelt ist nicht zwangsläufig dominant.
Dein Kater hat kein Sozialverhalten gelernt, er kennt und akzeptiert keine Grenzen. Wenn andere Artgenossen Grenzen setzen, kann ihn das verunsichern oder wütend machen und er fängt an zu prügeln.

Da Du offensichtlich auch wenig Grenzen setzt und Dich selbst als "zu weich" einschätzt, kann er natürlich auch bei Euch alles machen was er will und muss keine Grenzen akzeptieren.


Wenn Ihr eine weitere Zusammenführung ins Auge fasst, dann bitte nur mit Gittertür und einem sehr sorgfältig ausgewähltem Kater, der ein gutes Sozialverhalten hat, recht robust ist, sich aber auch nichts gefallen lässt.

Und es ist wichtig, dass Ihr mehr über Katzenverhalten lernt und die Körpersprache der Katze deuten und verstehen lernt.

Ein wichtiger Gesichtspunkt sind aus meiner Sicht positive gemeinsame Erlebnisse der beiden Katzen hüben und drüben.
So kannst du beispielsweise (wenn sie sich kennen gelernt haben und durch die Tür hindurch keine gegenseitigen Aggressionen wie etwa Angriffe auf die Tür stattfinden) beiden an der Tür Leckerli geben, also einmal durch das Gitter zum neuen Kater, einmal auf dem Flur zu deinem Kater.
Wenn sie gemeinsam fressen, ist das ein positives gemeinsames Erlebnis, das auch die gegenseitige Bindung stärkt.

Mit deinem Kater kannst du auch clickern, um bei ihm positives Verhalten (= sich neutral gegenüber dem anderen Kater verhalten) zu verstärken und auch deine eigene Bindung zu ihm zu bestätigen, und du kannst insgesamt mit Feliway und Zylkene arbeiten. Feliway ist ein Spray (bzw. Verdampfungsmittel für dieSteckdose) aus Pheromonen, die denen der Katze ("Wohlfühldüfte") nachempfungen sind. Zylkene ist ein Nahrungsergänzungsmittel auf Milchzuckerbasis, wenn ich das richtig mitbekommen habe, das bei der Katze (bzw. dem Hund) Wohlgefühle auslösen soll über die Stoffe, wie sie in der Muttermilch enthalten sind.

LG
 
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Ich kenne mikesch in und auswendig.wir haben eine sehr enge Bindung durch die Anfangszeit. Ich kann mich sonst echt nicht über ihn beschweren. Er macht mir nichts kaputt,kratzt nicht an wänden,nimmt mir keine Klopapierrollen auseinander oder sonst i.was was mich verärgern könnte.
Ja ich bin weich er darf trotzdem nicht machen was er will und tut er auch nicht.
Mikesch ist auch grundsätzlich da wo ich bin. Wir kuscheln zusammen auf der couch,wenn ich ins Bad gehe setzt er sich demonstrativ vor die Tür als ob er über mich wacht,setzt sich auf den Badewannenrand und spielt mit dem wasser.das ein oder andere mal fällt er auch mal rein.geht schlafen wenn ich gehe und weckt mich wenn der wecker zu lange schellt, wobei ich eher davon ausgehe das es ihm zu lange dauert bis er sein Frühstück bekommt. Manchmal muss ich auch einfach so über ihn lachen weil er sich dann beim Abendessen mit an den Tisch setzt die Pfoten auf den Tisch legt und mich anschaut als ob er mir sagen wollte ich möchte auch. Ich sag dann einmal nein und er geht.
Manchmal spielt er etwas heftig oder vergreift sich an meiner hand wenn ich ihn ärger. Aber das bin ich dann selber schuld. Er weiß halt einfach was er will und das zeigt er dann auch. ich kann auch morgens nicht zur Arbeit gehen ohne vorher nicht ne runde geknuddelt zu haben.denn den Platz auf meinem schoß den verlässt er so schnell nicht oder kommt immer wieder.
An sich ist echt alles super. Halt nur das mit anderen katzen. Da wurde er echt richtig richtig böse und das kenn ich von ihm nicht.
 
Wie lange ist Dein Kater denn tagsüber allein?
Hast Du das Gefühl, dass er sehr leidet, wenn Du arbeiten gehst?

Hier werden ja sicher noch mehr schreiben, die sich mit dem Thema Zusammenführung schon oft auseinandergesetzt haben.
Für mich wäre bei dem Verhalten des Katers, wie Du es beschreibst, eine zweite Katze überhaupt keine Option.
Ich würde befürchten, dass es bestenfalls gelingt, dass er die zweite Katze duldet.
Aber vielleicht gibt es hier auch User, die da andere Erfahrungen gemacht haben.

LG Bettina

KEINESFALLS sollte der arme kerl alleine bleiben!

@TE: der kater lernt das, langsam und behutsam musst du da vorgehen. und einen sozial "kompetenten" und sehr gefestigten ähnlich alten kater suchen.

dann vorsichtig, mit gittertür, langsam zusammenführen.

du hast leider zu schnell aufgegeben, das geht nicht von heute auf morgen.

ob der katerwirklich ein dominanter raufer ist, wag ich zu bezweifeln. er is natürlich unsicher, weil er kätzisch verlernt hat.

aber - da geht noch was 🙂
 
Deine Beschreibung von Mikesch zeigt, dass ihm tatsächlich etwas fehlt.

Nur wird der Bengel trotzdem nicht hurra brüllen, wenn er einen Gefährten bekommt.

Erfolg oder Misserfolg liegen einzig und allein bei euch, den Menschen:
Seid ihr bereit, sehr lange Geduld aufzubringen und euch ausschließlich nach dem Tempo der Katzen zu richten?
Könnt ihr mit Fort- und dann wieder Rückschritten leben?
Kommt ihr damit klar, evtl. monatelang "verteilt" zu wohnen (eine/r bei Mikesch, eine/r beim Neuzugang im Wechsel)?
Ihr müsst bauliche Veränderungen vornehmen (Gittertür) - wollt ihr das?

Im Sinne von Mikesch hoffe ich, dass ihr alles ernsthaft mit "Ja, ich will!" 😀 beantworten könnt.
 
Ich kenne mikesch in und auswendig.wir haben eine sehr enge Bindung durch die Anfangszeit. Ich kann mich sonst echt nicht über ihn beschweren. Er macht mir nichts kaputt,kratzt nicht an wänden,nimmt mir keine Klopapierrollen auseinander oder sonst i.was was mich verärgern könnte.
Ja ich bin weich er darf trotzdem nicht machen was er will und tut er auch nicht.
Mikesch ist auch grundsätzlich da wo ich bin. Wir kuscheln zusammen auf der couch,wenn ich ins Bad gehe setzt er sich demonstrativ vor die Tür als ob er über mich wacht,setzt sich auf den Badewannenrand und spielt mit dem wasser.das ein oder andere mal fällt er auch mal rein.geht schlafen wenn ich gehe und weckt mich wenn der wecker zu lange schellt, wobei ich eher davon ausgehe das es ihm zu lange dauert bis er sein Frühstück bekommt. Manchmal muss ich auch einfach so über ihn lachen weil er sich dann beim Abendessen mit an den Tisch setzt die Pfoten auf den Tisch legt und mich anschaut als ob er mir sagen wollte ich möchte auch. Ich sag dann einmal nein und er geht.
Manchmal spielt er etwas heftig oder vergreift sich an meiner hand wenn ich ihn ärger. Aber das bin ich dann selber schuld. Er weiß halt einfach was er will und das zeigt er dann auch. ich kann auch morgens nicht zur Arbeit gehen ohne vorher nicht ne runde geknuddelt zu haben.denn den Platz auf meinem schoß den verlässt er so schnell nicht oder kommt immer wieder.
An sich ist echt alles super. Halt nur das mit anderen katzen. Da wurde er echt richtig richtig böse und das kenn ich von ihm nicht.

Natürlich ist dein Kater total auf dich fixiert. Was hat der arme Kerl denn außer dir an Ansprache und Abwechslung?????

Mikesch sitzt in Einzelhaft und muss mit den Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten vorlieb nehmen, die ihm zur Verfügung stehen.

Er hätte es sich als junges Tier sicherlich anders gewünscht.

Vielleicht gelingt dir ja eine gute Zusammenführung mit einem verträglichen Kater in ähnlichem Alter, so dass Mikesch (auch wenn die Liebe anfänglich vielleicht nicht sooooooo groß erscheinen mag, aber da braucht man einfach auch Sitzefleisch) doch noch Katergesellschaft und ein ganz normales kätzische Leben führen darf!

LG
 
naja, ich bin da sehr skeptisch.
deine kleine handaufzucht ist nicht sozialisiert und völlig auf dich geprägt (durch die umstände halt, kein vorwurf 😉).
es sind denkbar schlechte Voraussetzungen. klar sind katzis normalerweise soziale wesen, aber deiner ist es nicht und daher fehlt es ihm auch nicht. durch seine Fixierung auf dich fehlst DU ihm, wenn du nicht da bist, aber das wird sich nicht ändern 😉
und ganz ehrlich, ich denke da auch an das andere katzi. das wird überhaupt nicht lustig...vielleicht kannst du mit monatelanger geduld erreichen, dass die beiden nebeneinander leben und sich soweit akzeptieren, aber ist das toll für einen evtl. kumpel, der sozial ist und gerne interagiert oder mal Köpfchen schlecken möchte? um es mal etwas drastisch zu sagen, ist es gerechtfertigt, einem zweitkatzi einen liebevollen katzenkumpel vorzuenthalten und ihn sein leben mit einem unsozialen und dominanten kater verbringen zu lassen 😕 sozusagen als mittel zum zweck?
meiner Meinung nach nein.
deinem kater geht es gut und er kennt es nicht anderst. ich finde, man sollte wegen einem ideal nicht vergessen, wie die individuelle Vorgeschichte ist und die Erfolgsaussichten 😉
 
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😕

wie kann man solche schlüsse ziehen? der kleine kater ist alleine, wurde isoliert (warum auch immer) und wird jetzt wie eine art "muttersöhnchen" charakterisiert. und da er gsd weder wüst attackiert, noch wild pinkelt oder die wohnung zerlegt ist alles ok so?

das soll jetzt die nächsten jahre bzw. jahrzehnte so bleiben? 🙁

ich kenne mehr als genug katzen, die sogar nach jahrzehnten einfach nur froh waren, endlich jemanden zu haben ....
 
Na ja, aber andere Katzen scheint er ja wüst zu attackieren. Und ich glaube nicht, das ein 3jähriger noch so anpassungsfähig ist, bzw, sich die Sozialisierung noch nachholen läßt.

Die soziale Reife setzt auch nicht erst mit 3 oder 4 Jahren ein, sonder eher mit 2 - 2,5.
Der Kater ist doch eher gefestigt in seinem Verhalten.
Und die Voraussetzungen, auch von der Wohnung her, sind denkbar schlecht. Wo soll der neue Kater mehrere Monate lang leben? Im Badezimmer? Nicht wirklich, oder? Im Schlafzimmer? Das gehört mit Sicherheit auch dem vorhandenen Kater, der wird noch weniger amused sein, wenn diese Kuschelzone an den neuen Kater geht.
Genausowenig kann der vorhandene Kater ins Schlafzimmer gesperrt werden.

Ich halte das Experiment für sehr riskant, und ich glaube, das die Wahrscheinlichkeit, das es nicht klappt, deutlich größer ist.

Wenn der Kater wenigstens 12 Wochen oder so gewesen wäre. Aber mit 4 Wochen hat er ja noch gar nichts mitbekommen. Da ist nichts da, wo man aufbauen könnte. Dazu Besitzer, die absolut unerfahren in Sachen Zusammenführung sind.
Ich bin absolut nicht für Einzelhaltung, aber hier würde ich echt abraten.
 
na prima. nach diesen "versuchen" ad hoc und nur so kurze zeit werden solche charaktereigenschaften nachgesagt.

ich finds wirklich grausig. zackig ist da wieder eine sehr junge katze zum alleinsein verdonnert.
 
nana, schön am boden bleiben 😉
der Charakter wird nicht nachgesagt oder vermutet. hast du die Vorgeschichte überhaupt gelesen??
der damals (! inzwischen ist er 3 jahre alt) kleine ist überhaupt nicht sozialisiert. da kann er ja nichts dafür, aber genau solche fälle werden in der Ethologie genau studiert 😉
und was ist mit dem 2. evtl. Tier? ist das egal, wie der sich fühlen wird?
 
nana, schön am boden bleiben 😉
der Charakter wird nicht nachgesagt oder vermutet. hast du die Vorgeschichte überhaupt gelesen??
der damals (! inzwischen ist er 3 jahre alt) kleine ist überhaupt nicht sozialisiert. da kann er ja nichts dafür, aber genau solche fälle werden in der Ethologie genau studiert 😉
und was ist mit dem 2. evtl. Tier? ist das egal, wie der sich fühlen wird?

na klar am boden bleiben. 🙄

jeder "retter" einer katze holt sich für einen tag eine andere katze dazu (am besten, wenn sie schon etwas größer ist, damit die prägezeit richtig schlecht genutzt wird 😎) und dann wird wegen fauchen und angehen des eindringlings ins revier alles klar ,klar wie kloßbrühe.

ich krieg plack, bei jeder einzelnen katze die ihr leben lang alleine bleiben muss. da bin ich am boden, immer wieder

wartet nur lange genug, dann sind sie so verkorkst, da ist es besser, man hält sie einzeln.

tolle botschaft :reallysad:
 
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Ich bin auch eher bei Pfotenseele.
Ich würde auch nicht zwingend sagen, dass der Kater einen andere Kater vermisst. Ich hab es in einem anderen Thread heute schon geschrieben, ich gehör nicht zu denen, die automatisch alles vergesellschaften müssen.

Und ich denke auch an die andere Katze. Um hier den Hauch einer Chance zu haben, braucht man einen sehr sehr sozialen Kater mit hoher Frusttoleranz. Aber so ein Kater braucht eigentlich Katerkumpel, die richtige Kumpels sind und nicht nur dulden. Und ich glaub nicht, dass man mehr als "Duldung" hier hinbringt.

Meine Idee wären höchstens 2 weitere Kater. Zwei sehr soziale Kater, die Mikesch auch mal in Ruhe lassen und sich selbst dann genug sind. Und Mikesch kann teilnehmen oder sich zurückzuziehen.

Insgesamt wird es aber ein sehr langer Weg. Da musst du in Monaten rechnen und nicht in Wochen. Viel Geduld und gute Nerven werden auf alle Fälle gefragt sein.
 
Das ist keine generelle Botschaft, sondern ein fachliches Einbeziehen der Anamnese und Eingehen auf eine individuelle Geschichte.
dazu Einbezug der örtlichen Gegebenheiten, also Platz und Ressourcen.
Dazu die Angabe, dass der damalige Vergesellschaftsversuch übel verletzt wurde, also nicht nur ein Katzerchen. Breitschaft zu einem sog. Ernstkampf spricht ebenfalls für nicht vorhandene Sozialisation.
Dazu wie mehrmals erwähnt das Wohlergehen eines Zweit-Tieres.
@ minna: Ich bin weniger daran interessiert, mich mit Leuten auseinanderzusetzen, die andere Meinungen partout nicht akzeptieren, die Anamnese nicht einbeziehen und alles über den einen und selben Kamm scheren 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
😳 Ich bin auch eher bei Pfotenseele, kann aber den "Plack" von Minna auch verstehen🙂 Wobei ich eher Ausschlag wegen der Vergangenheit bekomme

ICH würde es probieren - auch wenn es sehr nach hinten losgehen kann... ( aber ICH hätte den Kater auch schon als Baby vergesellschaftet)
Vor allem, wenn ich lese wie schnell die Besitzerin aufgegeben hat und welche massiven "geht nicht" immer noch im Weg stehen. In dem Fall habe ich mehr Zweifel am langfristigen Wollen der Besitzer, als am Können der Katzen. (Gittertür zu integrieren ist nun wirklich das geringste Übel)
Das ändert aber im Ergebnis nichts😎
Und ich geh auch mit Abraka - wenn ein Versuch gestartet wird, dann mit einem Katzenpaar. Alles andere fände ich auch unfair.

Und die beste Lösung für mich wäre: ein Umzug in ein freigängertaugliches Umfeld
 
Zuletzt bearbeitet:
.
@ minna: Ich bin weniger daran interessiert, mich mit Leuten auseinanderzusetzen, die andere Meinungen partout nicht akzeptieren, die Anamnese nicht einbeziehen und alles über den einen und selben Kamm scheren 😉

mich interessiert das wohl des tieres , und wenn das als interesse an auseinandersetzungen interpretiert wird, nu 😎

bei mir stößt du mit "anamnese " (was für ein starkes wort für eine ferndiagnose anhand der angaben einer mindermotivierten dosine ^^) an grenzen 🙂
 

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