PS für ältere Katze mit Kostenübernahme?

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MundM

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Hallo zusammen.

Nun ist es über ein halbes Jahr her, dass meine Katze verstorben ist. Ihre Schwester hält sich wacker. Eigentlich wollte ich keine zweite Katze und überhaupt möchte ich nach ihr auch keine Katzen mehr halten. Aber nun nagt doch das schlechte Gewissen an mir und ich würde ihr gerne wieder eine Freundin suchen. Nun kommen aber viele Abers. Ich hoffe auf einen freundlichen Austausch. Ich möchte einfach erstmal nur erfahren, ob das, was ich mir vorstelle, realistisch ist.

Ich suche eine Katze ab 10 Jahren, die soweit aber fit ist. Ich habe keine Erfahrung mit chronischen Erkrankungen und möchte mir ungerne eine zweite Baustelle ins Haus holen, weil mich das psychisch belastet. Natürlich kommen im Alter die ein oder anderen Zipperlein. Aber etwas wirklich pflegeaufwendiges (z.B. Inkontinenz, Diabetes, Lähmungen), das möchte ich nicht.
Auch spezielles Futter finde ich schwierig. Meine Miez hat 24/7 Futter zur Verfügung und das soll auch so bleiben. Chipgesteuerte Futterautomaten sind nun auch nicht unbedingt günstig.

Nun habe ich schon öfter von Tierheimen und Vereinen gelesen, dass sie Dauerpflegeplätze suchen und sich an den Tierarztkosten beteiligen. Das sind dann aber in der Regel eben genau solche Katzen mit oben beschriebenen Mitbringseln, denen ich nicht gewachsen bin.

Jetzt gibts ja aber noch viel zwischen "Jung und gesund" und "Alt und krank" - nämlich die ganz normalen älteren Semester, die soweit aber gesund sind. Und trotzdem kein Zuhause finden, weil sie eben älter sind. Dennoch habe ich Angst vor hohen Tierarztrechnungen und würde gerne eine Pflegestelle für eine ältere Mieze anbieten, aber Unterstützung vom Tierheim/Verein bekommen. Das fühlt sich schrecklich egoistisch an, da diese ja eh schon immer am Limit laufen. Aber ich bin eben nicht so wohlhabend, dass ich mir sehenden Auges eine Großbaustelle ins Haus holen kann.
Wo und wie finde ich denn sowas? Ich habe mir schon einige Homepages angeschaut, aber viele sind an einen bestimmten Umkreis gebunden, aus denen ich rausfalle.
Bzw. wie kontaktiert man solche Anlaufstellen, ohne dass es so rüberkommt, dass ich gerne eine Katze umsonst hätte? Natürlich würde ich mich an den Kosten beteiligen, mir geht es nur eben um Tierarztrechnungen, die das Maß übersteigen.

Die Katze soll dann schon "für immer" bleiben, oder mindestens so lang, bis meine Miez nicht mehr lebt. Einen ständigen Wechsel von Pflegekatzen finde ich sher schwierig. Aber werden dann so lange die TA-Kosten übernommen...?
In einem Verein, den ich im Auge habe, sitzen auch schon seit mehreren Jahren Katzen in der PS...

Kann man meine Gedanken einigermaßen nachvollziehen?
 
A

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Hallo,
Einen konkreten Ratschlag kann ich leider nicht bieten. Aber ich verstehe die Sorge vor hohen Kosten.
Ist deine Katze denn versichert? Das kann viel an Kosten einsparen bei "älteren Modellen". Es gibt auch Versicherungen, die auch ältere Tiere noch aufnehmen, ggf mit höheren Beiträgen oder Ausschlüssen von bekannten Vorerkrankungen.

Kennst du denn Tierheimen oder Pflegestellen in deiner Ecke von früheren Suchen oder hast Kontakte die dort fündig geworden sind? Dann würde ich auf positive Erfahrungen zurückgreifen und einfach mal ganz unverbindlich da anfragen, wo du / dein Kontakt ein gutes Gefühl hatten.
Du kannst hier auch mal die ersten drei Stellen deiner PLZ nennen, hier kennt bestimmt jemand eine Anlaufstelle.
Bleibt aber die Frage (ich kenne mich da nicht aus), ob du als Pflegestelle nicht "jedes" Tier aufnehmen müsstest. Dann wäre auch ein "Einzelzimmer" für Neuzugänge sinnvoll.
 
Ich denke, das könnte schwierig werden. Denn die älteren Katzen, die sozial sind und auch noch halbwegs gesund, die lassen sich prima auf Endstellen vermitteln. Solche Katzen werden ja sogar oft händeringend gesucht.

Das Tierheim sucht eher Plätze für Hospizkatzen, die eben so pflegeaufwändig sind, dass man für diese im Tierheimalltag häufig nicht genug Zeit hat. Oder eben für Flaschenkinder. Auch da fehlt oft die Zeit bei so vielen Tieren.

Warum sollte als ein ältere "Rundum-Sorglos-Katze" auf eine Pflegestelle? Die findet ein Zuhause.
 
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Ich nehme hier immer wieder ältere Katzen aus dem Tierschutz auf. Oft zunächst als PS. Allerdings sind diese Katzen tatsächlich alle krank und brauchen medizinische Versorgung.
Dass eine Katze im fortgeschrittenen Alter noch gesund ist und auch bleibt, erachte ich persönlich als eher unwahrscheinlich.

Es gibt aber auch Katzen, die im Tierheim überhaupt nicht klar kommen und für die dann Pflegestellen gesucht werden. Meist sind es Abgabetiere oder „Nachlässe“, für die die Welt dort zusammenbricht. Ich hatte erst kürzlich so eine Maus hier.
Diese Tiere sind dann aber in der Regel weiterhin in der Vermittlung durch das TH und ziehen wieder aus, sobald sich eine geeignete Endstelle findet. Das kann manchmal schnell gehen oder länger dauern, kann aber auch gar nicht passieren. Man weiß es halt nicht.
Das wäre aber vermutlich auch nicht das, was Du Dir vorstellst, zumal Du ja eigentlich eine Partnerin für Deine Katze suchst.
 
Für mich liest sich das bisschen als wären deine Sorgen vor allem die Tierarztkosten?

Vielleicht könntest du mit dem Tierschutz (Vereine, Heime vor Ort) sprechen, dass du noch deine Miez hast und diese eine Partnerin haben soll, ob sie dir jemand vermitteln und das Tier zu den Konditionen des Tierschutvereins bei deren Tierarzt bleibt.

Komplette Übernahme der Tierarztkosten sehe ich nicht, wenn du langfristig die gleiche, noch dazu möglichst gesunde, Katze haben willst und nicht klassisch Pflegestelle machen möchtest. Sowas wird wohl eher nur für Hospizplätze bzw. unvermittelbare Katzen zu besprechen sein. Gesunde Katzen wollen Tierschutzvereine natürlich gern in ein eigenes Zuhause vermitteln - aber dieses trägt dann eben auch im Krankheitsfall die Verantwortung und Kosten.
 
Hm, habe ich das richtig verstanden:
Du suchst eine altersentsprechend gesunde Katze auf Zeit als Gefährtin für Deine verbliebene Katze. Du willst sie nicht adoptieren, sondern als Pflegestelle übernehmen. Sie muss sozial sein, mit Deiner Katze verträglich und soll nur so lange bleiben, wie Deine eigene Katze noch lebt, danach geht sie zurück ins TH. Wenn zwischendurch größere gesundheitliche Baustellen entstehen, soll sich das TH an den Kosten beteiligen bzw. sie übernehmen.
Sehe ich das so richtig?
Ich kann diesen Wunsch gut verstehen, aber das wird so sicher nicht möglich sein. Auch ältere soziale und weitgehend gesunde Katzen finden oft ein Für-immer-Zuhause und das wird allemal vorgezogen.
Ich fürchte, auf dieser Basis wirst Du keine Gefährtin für Deine verbliebene Katze bekommen können.
 
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Danke für eure Antworten! Die decken sich ja nun doch mit dem, was ich schon vermutet habe - dass das eben schwer bis unmöglich ist, bzw. ja auch einfach unlogisch aus Sicht der Tierheimen/Vereine.

Ich werde noch mal in mich gehen.
Eine OP-Versicherung wäre eventuell möglich, da hab ich mich schon mal erkundigt. Aber die nützt mir dann ja leider auch nichts bei Medikamenten, Physio, Solensia, Spezialfutter und co. ... Ich versuche den Gedanken festzuhalten, dass wenn meine zweite Katze noch da wäre, dass ich ihr das alles selbstverständlich und ohne zu überlegen ermöglichen würde. Aber es fällt mir schwer und gleichzeitig fühle ich mich schlecht, dass ich da so eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von mache.
 
Ich denke, ich kann Dich gut verstehen.
Ich hatte hier über mehr als 12 Jahre zwei Kater, die sich innig geliebt haben, einer ist leider vor mittlerweile 4 Jahren gestorben und der verbliebene hat unglaublich lange und intensiv getrauert. Er ist nun ganz allein zurückgeblieben, mittlerweile 16 Jahre alt, und ich kann mir aus Altersgründen keine weitere Katze erlauben, denn ich habe niemanden, der sie nach meinem Ableben übernehmen würde und ich möchte nicht, dass sie auf der Straße landen.
Bei mir ist es also weniger der finanzielle Aspekt, sondern die Angst, dass er irgendwann auf der Straße landet, das gibt es ja oft.
Er tut mir so Leid, so alleine seit Jahren, aber ich sehe auch keine Lösung.
 
Und wenn Du einfach mal bei dem Verein nachfragst, den Du im Auge hast?

Schau doch einfach mal, was sie sagen.

Meine 14jährige konnte ich bei Lassie noch OP-versichern.

Möglich wäre auch, eine etwas jüngere Katze aufzunehmen, unter 10, und diese dann weiterzuvermitteln, wenn Du keine Katze mehr halten möchtest.

Man kann sich aber grundsätzlich überlegen, ob man wirklich alles machen muss, was geht.

Keine meiner beiden Katzen würde von Physio profitieren, sie sind dafür zu schwierig oder zu ängstlich, das würde ich ausschließen, also regelmäßige Behandlungen durch eine fremde Person.


Ebenso eine Chemotherapie und bei der älteren Katze, die sich ungern berühren lässt, auch alles, was täglich Kontakt und festhalten erfordert und nicht nur vorübergehend ist.

Natürlich habe ich Kosten wegen Arthrose oder einem geriatrischen Blutbild, aber bestimmte Behandlungen schließe ich für uns aus.

Jeder muss das natürlich für sich entscheiden, aber grundsätzlich muss man nicht alles machen, was medizinisch möglich ist.
 
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Vllt schaust du dich aber nochmal in Richtung der kränkelnden Senioren um.
Es gibt sicher Krankheiten die mit viel Zeit und Liebe zu versorgen sind und keine Raketenwissenschaft sind.
Diabetes als Beispiel, aber hat man es erstmal kapiert und weiß und versteht alles, müsste das zu bewältigen sein.
Eventuell gibt es da ja was, dass für das Tierheim „schwer vermittelbar“ aber für dich „noch hinnehmbar“ ist?
So oder so, ich würde es versuchen und dann notfalls Kompromisse machen.
Aber wenn du nicht fragst, wird auf jeden Fall nichts passieren ✊
 
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Ich würde es auch probieren und mir ein persönliches Gespräch ausmachen wo du deine Wünsche und Vorstellungen anbringst und umgekehrt der Tierschutz auch Ideen einbringen kann.

Das Tierheim wo ich eine Katze her habe gibt z.B. eine Rücknahme-Garantie für ihre Notfellchen, wenn den neuen Besitzern eine Haltung nicht mehr möglich ist. Ich vermute fast, dass die auch bei „ihren“ Tieren eine Unterstützung bieten würden bevor sie die Katze dann als schwer vermittelbar wieder zurück im Heim sitzen haben. Allerdings, so böse das klingt, wird da bestimmt abgewägt welche Untersuchungen und Behandlungen (mit)finanziert werden.
 
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Aber es fällt mir schwer und gleichzeitig fühle ich mich schlecht, dass ich da so eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von mache.
Kurz dazu: ich glaube dies ist zu Beginn normal und sollte man sich nicht vorwerfen.

Meine Tierheimkatze war die ersten Wochen für mich der Kumpel für meine verbliebene Katze. Natürlich wurde er genauso liebevoll umsorgt wie der Alteingesessene aber er war noch nicht „meine“ Katze. Das hat sich entwickelt.. nach paar Tagen fand ich seine bunten Tatzen lustig, dann mochte ich wie er vorsichtig und neugierig die Wohnung erkundete, dann hab ich gesehen wie die Katzen miteinander interagieren und irgendwann hatte ich ihn ins Herz geschlossen. Das ging deutlich, deutlich schneller als ich mir zu Beginn dachte.
 
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Nochmal danke für den super Austausch hier! Hatte etwas Sorge, dass ich zerrissen werde 🙈
Ich habe gerade eine Mail an den Verein geschrieben, den ich schon länger im Blick habe. Es fühlt sich ganz seltsam an. Ich bin gespannt.
 
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Ich finde es gut, dass Du es jetzt angehst - Du denkst doch sowieso ständig daran 🙂
 
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Aus den Tierheimen, die ich kenne, gab es schon Vermittlungen von alten Katzen, aber es waren entweder hochbetagte (>18) oder chronisch kranke Tiere.
Dort wurde sich an Kosten für Medikamente und/oder Spezialfutter beteiligt oder ganz übernommen.

Es gibt schon Krankheiten, die gut händelbar sind und z.B. hauptsächlich Medikamentengabe erforderlich ist.
Wenn das schon im TH gut funktioniert (z.B. versteckt in Schlecksnack oder Stängelchen) geht das meist im neuen Zuhause auch problemlos.

Gern vermittelt wurden auch solche Katzen, die ziemlich zeitgenau ihre Pille brauchten - z.B. weiss ich von einem Epilepsie Kater.
Der war so ein sozialer, lieber Knopf - aber wegen der Krankheit wollte ihn jahrelang einfach niemand haben, die zeitgenaue Medi-Gabe hat alle abgeschreckt, er hatte nie eine Anfrage.

Rumfragen würde ich deshalb durchaus mal.
(für dich selber im Kopf vielleicht überlegen, was für dich in Frage kommt (z.B. Medikamente oral verabreichen) und was komplett gar nicht geht, z.B. Spritzen geben)

Übrigens - fällt mir grade ein - auch bei den Tierärzten in der Stadt kannst du das fragen!

Gerade letzte Woche hat mich unsere TÄ gebeten, mich umzuhören - sie hat einen Kater gebracht bekommen, Streuner "in Anführungszeichen" (er war nämlich kastriert, aber ohne Chip oder Tattoo), extrem runtergekommen, abgemagert etc.
Sie hat ihn hochgepäppelt, Zahn-OP gemacht und suchte ein Zuhause für ihn - sie würde ihn medizinisch weiter betreuen.

Sowas gibt es sicher auch öfter mal.

VIEL GLÜCK !! 🙂
 
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Übrigens - fällt mir grade ein - auch bei den Tierärzten in der Stadt kannst du das fragen!
Gerade letzte Woche hat mich unsere TÄ gebeten, mich umzuhören - sie hat einen Kater gebracht bekommen, Streuner "in Anführungszeichen" (er war nämlich kastriert, aber ohne Chip oder Tattoo), extrem runtergekommen, abgemagert etc.
Sie hat ihn hochgepäppelt, Zahn-OP gemacht und suchte ein Zuhause für ihn - sie würde ihn medizinisch weiter betreuen.

Sowas gibt es sicher auch öfter mal.

VIEL GLÜCK !! 🙂
DAS klingt wirklich gut - fragt sich nur, ob viele TÄ sowas machen!
 
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Wir schauen uns am Freitag eine Katze im Tierheim an 🙂 Aber als eigene Katze, nicht zur Pflege.
 
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Ich hab mir fast gedacht, dass es so ausgehen wird - gut gemacht, wird Dir und der evt. neuen Katze gut tun!
 
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