Guten Morgen.
☕
Wir sind ein gutes Stück weiter. ☺️
Madlen hatte mir gestern per WhatsApp dazu geraten, bei Luigi (entgegen der allgemein üblichen Vorgehensweise)
nicht zu warten bis er auf mich zukommt, sondern von mir aus auf ihn zuzugehen und ihm durch Körperkontakt/Streicheln Sicherheit zu vermitteln.
Also habe ich mich gestern Mittag, als ich von der Arbeit kam, neben die Kuschelhöhle in der er saß, auf den Fußboden gesetzt - und zwar seitlich. So dass er mich nicht sehen konnte, denn als riesengroßer, fremder Mensch wirke ich halt gewiss ziemlich angsteinflößend.
Ich habe lange nur dagesessen und Süßholz geraspelt und dann habe ich ganz langsam, von der Seite her, meine Hand in die Kuschelhöhle geschoben und ganz vorsichtig Luigis Köpfchen gestreichelt.
Er hat keinerlei Abwehrhaltung gezeigt, hat also weder gefaucht noch geknurrt.
Ich habe ihn also einige Minuten gestreichelt und dann langsam meine Hand ein paar Zentimeter zurückgezogen, sie aber weiter in Luigis Kuschelhöhle gelassen, damit er sich an meinen Geruch gewöhnen kann.
Während der ganzen Zeit habe ich mit Süßholzraspelstimme auf ihn eingesäuselt. (Meine Lippen hängen inzwischen beinahe in Fetzen. Ich habe ewig lange nicht mehr so viel am Stück geredet. 😉 )
Als ich dann sehr viel später meine Hand komplett wieder aus der Kuschelhöhle gezogen habe, habe ich Luigi noch ein paar Leckerlis dagelassen, um das ganze Erlebnis mit etwas Positivem zu veknüpfen.
Diese Aktion war schon eine Art GameChanger, denn seither hat sich Folgendes verändert:
- Luigi hat sich gestern zum ersten Mal bei Tageslicht, in meiner Anwesenheit aus seinem Versteck gewagt und ist ruhig (nicht panisch und auch nicht geduckt) im Wohnzimmer herumgelaufen.
- Sein Abstand zu mir hat sich enorm verringert. Er will zwar von sich aus noch keinen Körperkontakt, sucht aber doch schon irgendwie (mit ein bisschen Sicherheitsabstand) meine Nähe. Als ich in der Nacht auf dem Sofa lag, ist er mehmals ganz langsam über die Sofalehne gelaufen.
- Er versteckt sich nicht mehr, wenn ich das Wohnzimmer betrete. Dann geht er zwar immer noch auf Sicherheitsabstand, aber er verschwindet nicht mehr direkt im nächsten Versteck.
- Und er maunzt seit gestern ganz kläglich, wenn ich das Wohnzimmer verlasse. 😞
Das ist leider ein negativer Nebeneffekt, denn ich kann ja nun mal nicht 24/7 im Wohnzimmer hocken. 😕 Ich habe gestern bereits die komplette Nacht im Wohnzimmer verbracht, aber ich kann ja Tibby und Ethan nicht komplett vernachlässigen. 🤷♀️
Heute bin ich wieder im Homeoffice und kann den kompletten Tag zwischen den drei Fellnasen aufteilen, aber morgen muss ich nochmal außerhäusig arbeiten (Montag und Dienstag dann wieder Homeoffice).
Mit dem Maunzen werden wir uns also für die Übergangszeit irgendwie arrangieren müssen, denn da fällt mir echt keine Tröste-Lösung ein. 😕
Alles in Allem sind wir also einen guten Schritt weiter, vielen, vielen Dank
@Weidenkatze . 🫂🥰
Ohne Deinen Ratschlag hätte ich weiter quasi "nach Lehrbuch" gewartet, bis Luigi von sich aus auf mich zugekommen wäre. Es ist wirklich ein Riesenvorteil, wenn man jemanden hat, der den Neuling bereits kennt.
Wenn sich Luigi heute im Tagesverlauf wieder in die Kuschelhöhle legen sollte, werde ich das Procedre von gestern noch einmal wiederholen, aber als komplett sichtbarer großer Mensch werde ich erst einmal noch nicht weiter auf ihn zugehen. Seine Körpersprache signalisiert mir, dass ich dann doch noch etwas angsteinflößend auf ihn wirke, obwohl er sich ja inzwischen schon sehr, sehr viel entspannter in meiner Nähe verhält, als erst gestern noch.
Es scheint halt doch noch etwas anderes zu sein, wenn er mich nicht komplett sieht, sondern nur meine Hand.
Es wird.
Langsam, aber es wird... 🥰