Ein kleines Update von uns <3
Elfie geht es viel besser, keine Unsauberkeit mehr. Sie wirkt entspannt und aufgeschlossen. Agiert vor allem mit mir sehr vertraut, sucht Schutz bei mir, wenn sie sich unsicher fühlt usw.
Gitterfenster und -tür sind verhüllt, sodass sich Mina und Elfie nur sehen, wenn wir dabei sind und "moderieren".
Das klappte einige Zeit gut. Elfie durfte dann abends immer mal eine Stunde durch die ganze Wohnung toben, wenn Mina in einem anderen Zimmer schlief und ich die Tür dorthin geschlossen hatte.
Einen Zwischenfall gab es jedoch: Mina brach an einem Abend durch das Gitterfenster (hat es aus den Halterungen gerissen, es ist mir ein Rätsel, wie sie das geschafft hat, haben jetzt alles doppelt und dreifach verstärkt). Es gab richtiges Geschrei im Flur und eine heftige Keilerei. Wenn Elfie sich löste, rannte Mina hinterher und "stellte" sie immer wieder. Als ich dazwischen ging, dachte Mina, dass ich sie angreife und biss mir ins Handgelenk. Glück im Unglück, mit Antibiotika war alles in Ordnung und es gab keine schlimmeren Komplikationen. Ich dachte, dass es jetzt aus ist mit der Vergesellschaftung und Elfie wieder in ihr Angstmuster zurück fällt. Aber falsch gedacht, direkt hinterher war schon, als wäre nichts gewesen. Wir verfolgen also aktuell weiter die Strategie, dass die Katzen sich nur moderiert am Gitter treffen.
Wir füttern die beiden aktuell mit entsprechendem Blickkontakt (sie sitzen aktuell etwa 1m auseinander, Elfie zeigt an, wenn es ihr zu nah ist, dann schleppt sie das Futter aus dem Napf weg, um es geschützt in einem Versteck zu fressen), es gibt Leckerli-Runden am Gitter und wir spielen mit ihnen, so dass der eine den anderen sehen kann und das Spielzeug wechselt dann zwischen beiden hin und her.
Gestern war schon viel Schönes dabei. Selbst die sozial unbeholfene Mina hat mal mit dem Starren aufgehört, mal geblinzelt und weggeschaut. Beim Spielen rollte sie sich auf den Rücken und lag vor der Gittertür. Und dennoch entlädt sich manchmal ihre Anspannung, indem sie wie Spiderman an das Gitter springt, wenn wir die positiven Runden nicht früh genug beenden. Das wirkt nach wie vor nicht so spielerisch auf mich.
Seniorin Mimi guckt dem Treiben manchmal zu an der Gittertür, verlässt aber schnell desinteressiert die Szenerie.
Wir bleiben dran. Ihr habt mir auf jeden Fall Mut gemacht und ich berichte weiter 🙂