Hallo, ich verstehe, dass du dir große Sorgen um Cleo machst. Ich habe ein paar Fragen:
1. Welches Schmerzmittel bekommt sie denn wegen der Bauchspeicheldrüsenentzündung?
2. Was bekommt sie gegen Übelkeit?
3. Bekommt sie weitere Medikamente?
Ich kenne komplette Futterverweigerung von mehreren meiner Katzen, u.a. bei zweien auch wegen Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Ich weiß auch, dass die Behandlung oft kontrovers diskutiert wird. Das Folgende hat bei meinen beiden sehr gut funktioniert und auch bei meiner letzten Katze, die aus anderen (unbekannten) Gründen immer wieder das Fressen eingestellt hat.
Bei Bauchspeicheldrüsenentzündung bekamen meine Mäuse
▪︎ Antibiotikum (ich weiß leider nicht mehr, welches die erste betroffene Katze, Ceci, bekam; die 2., sehr schlecht händelbare Nike bekam eine 14 Tage Depotspritze mit Convenia)
▪︎ Prednisolon (2 mg/kg Körpergewicht über 5 Tage abends, dann langsam reduziert auf 2,5 mg und Wechsel auf jeden 2. Tag)
▪︎ Schmerzmittel (Ceci: 2 x täglich Novalgin von mir gespritzt, Nike anfangs Buprenovet, dann Novalgin Tablette)
▪︎ Medikament gegen Erbrechen (Ceci: MCP von mir gespritzt, Nike Cerenia)
Fütterung mit allem, was sie gewillt waren zu sich zu nehmen - ob fettreduzierte Kost einen Nutzen bringt ist eh nicht mit letzter Gewissheit geklärt. Zitat Arzt: sie muss fressen, egal was, und wenn es eine Scheibe Kochschinken ist oder ein Wienerle. Er empfahl, ein Brathähnchen zu besorgen und das zu verfüttern (er meinte, ohne Haut, ich habe etwas dazugetan, weil sie halt sehr inzensiv riecht).
Ansonsten x mal am Tag winzige Portionen von allem Möglichen:
- hier mal 10-20 Stückchen TroFu, da noch mal (ja, ich weiß, ich seh schon im Geiste die rollenden Augen, aber wenn man verzweifelt ist, ist einem irgendwann alles egal)
- rohes Hühnerbrustfilet in kleinen Streifelchen, immer mal 20 g, teils auch gebraten (gekocht wurde nicht angerührt) und mit einem Sößchen versehen, als würde ich es für uns zubereiten. Die Soße bekamen sie nicht, aber die Tatsache, dass die Streifen da drin gelegen waren, machte sie attraktiver.
- Thunfisch im eigenen Saft - letzteren nahm ich auch, um die gemörserten Cortisontabletten zu verabreichen.
- immer mal eine kleine Menge Stremllachs, Ceci mochte auch normales Lachsfilet, in der Mikro kurz durchgegart
Ceci habe ich insgesamt mindestens 4 Wochen so ernähren müssen, die hat sich standhaft geweigert, Katzennassfutter zu fressen. Bei Nike ging es sehr viel schneller, dass sie ihr normales Futter wieder fraß.
Beiden musste ich mit jedem Bissen hinterherlaufen, keinen hätte freiwillig auch nur einen Haps aus ihrem Napf gefressen. Heißt also auch: wochenlangen Handfütterung. Keine von beiden musste ich zum Glück mit der Spritze füttern.
Das kam erst mit Josi, die aber z.B. das immer empfohlene Reconvales nicht ums Sterben genommen hat, auch nicht mit Spritze. Außerdem hat mich der Tierarzt aufgeklärt, dass das zwar alle wichtigen Nährstoffe enthält, zum Päppeln aber nicht geeignet ist, weil es entgegen immer wiederkehrender Behauptungen nicht hochkalorisch ist. Ein Blick auf die firmeneigene Website zeigt: es hat nur 70 kcal/100 ml, weniger als die meisten Schrottfutter. Er hat uns Reconvales Energy mitgegeben, das enthält 198 kcal/100 ml. Das ging gerade so mit der Spritze.
- Besser klappte es tatsächlich mit Hipp Babygläschen, Sortrn Hühnchen pur oder Wildlachs mit Gemüse. Das Zeug hat sie vom Finger oder Teelöffel geschleckt.
Fazit:
▪︎ Meine beiden Pankreatitis Katzen bekamen einen ganzen Medikamentencocktail.
▪︎ Fütterung mit allem, was gemocht wird, egal was.
▪︎ Handfütterung
▪︎ Spritzenfütterung - beides, da auf freiwillig irgendetwas fressen zu warten vergeblich gewesen wäre