Ach, Mensch... 😢
Ausgerechnet PKD 😢
Kann niemand was dazu sagen? 🙁
Doch, ich. Leider 😥
Ich frage mich nämlich wirklich, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Nicht für mich, sondern für Lucy.
Ich weiß, was du meinst.
Meine Luna wurde (Ironischerweise im selben Alter, mit 7 Jahren) mit PKD diagnostiziert. Bei ihr saßen die Zysten (damals waren es noch "Zystchen") "nur" an den Nieren (das reicht eh schon), andere Organe - wie bei deiner Lucy die Milz - waren nicht befallen.
Luna ging es bei Diagnosestellung gut.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt noch weiter schreiben soll, ob du das wirklich wissen willst. Ich überspringe jetzt bewusst einen Abschnitt.
Ich habe mich damals dafür entschieden, Luna bis zum letzten Moment Lebensqualität zu ermöglichen und - so unverständlich das vielleicht klingen mag - sie selbst entscheiden zu lassen, wann der Zeitpunkt gekommen ist.
Ich hatte aber auch eine sehr einfühlsame Tierärztin zur Seite, deren eigene Katze ebenfalls PKD hatte, und die mir, wenn ich nicht mehr weiter wusste, sagte: "Sehen Sie Ihrer Katze in die Augen, sie hat noch einen klaren Blick. Sie erkennt Sie, sie zeigt Interesse an ihrer Umwelt, sie nimmt noch am Leben teil. Sie isst und trinkt, sie beobachtet mit wachem Blick ihre Umwelt. Sie ist noch da, sie ist noch nicht bereit zu gehen."
Das war im Grunde auch das, was ich spurte.
Diese TÄ war die einzige, die die Situation aus diesem Blickwinkel sah, alle anderen rieten uns zur Euthanasie.
Ich weiß bis heute nicht, ob meine Entscheidung richtig war, das ist es in Wahrheit nie, egal wie man sich entscheidet.
Es spielt an einem gewissen Zeitpunkt keine Rolle mehr, ob sie Nierendiätfutter zu sich nimmt oder normales Futter. Wichtig ist bei Nierenpatienten, dass sie überhaupt Nahrung aufnehmen.
Nierendiätfutter schmeckt entweder grauslich oder fad, jedenfalls wird es sehr oft verweigert.
Nierenkranken Katzen ist oft speiübel, dadurch essen sie noch weniger, was fatal ist. Ein Mittel gegen die Übelkeit würde ich ebenfalls in Erwägung ziehen.
Infusionen etc werden die Nieren ja nicht besser, die können sich nicht regenerieren.
Das ist richtig, gerade PKD ist eine fortschreitende Erkrankung und Regeneration gibt es nicht.
Dennoch können die Infusionen etwas bewirken: zumindest eine Entlastung der Nieren, Ausschwemmen der Giftstoffe und insgesamt ein besseres (oder nicht ganz so schlimmes) Befinden.
Ich habe den Unterschied bei Luna gesehen, ihr haben die Infusionen wieder ein Stück Lebensqualität zurückgegeben.
KANN sie sich damit besser fühlen oder ist es nur Rauszögern und vermeidbarer Stress?
Bis zu einem bestimmten Punkt ist es eine Unterstützung.
Wenn es ihr im Endeffekt gar nicht helfen kann, dann sage ich den Termin am Freitag ab und erspare ihr auch den Tierarztstress. Spätestens wenn sie wegen Zahnweh ganz aufhört zu Fressen, kann man sie sowieso nur noch erlösen, damit sie nicht jämmerlich vorm Futternapf verhungern muss 🙁 und bis es Zeit für sie ist, zu gehen, soll sie es wenigstens schön haben.
Lass es abklären, hol mehrere Meinungen ein (gerade bei PKD gehen sie stark auseinander) und was mir gerade einfällt: Phosphatbinder - bekommt sie einen?