Man sollte schon so tolerant sein und der Katze zugestehen, auch allein glücklich zu sein. Für manche ist der "perfekte" Partner eben ein nicht existenter
Es gibt m.E. kein Kitten und keine Jungkatzen, die gerne alleine leben.
Der Mensch ist so tolerant und sperrt die Jungtiere ohne Artgenossen in eine Wohnung und ist dann noch toleranter, weil er sie 15, 18, 20 Jahre 8, 10, 12 Stunden täglich alleine in der Wohnung lässt.
Wer ein harmonisches Katzenpaar oder eine harmonische Katzengruppe nicht selbst erlebt hat, der mag zwar vermuten, dass man Katzen tolerant alleine leben lassen kann, aber er würde seine Meinung ändern, wenn er sie live gesehen hat.
Natürlich gibt es "Einzelkatzen", aber die wurden vom Menschen dazu gemacht. Sie wurden als Kitten dazu gezwungen auf das Wichtigste im Leben zu verzichten, sie wurden gezwungen, reizarm und isoliert alleine leben zu müssen.
Und wenn sie dann ein gutes Sozialverhalten verlernt haben (vielleicht sogar erneut mit menschlicher Fehlentscheidung durch einen falschen Katzenpartner und damit gescheiterter Zusammenführung), dann müssen sie ihr weiteres Leben ohne Artgenossen weiterleben.
Für manche mag es sogar ok sein, aber wenn man die Tiere sehr früh gefragt hätte "Möchtest Du isoliert und schlecht sozialisiert leben und den ganzen Tag verschlafen, damit Du dich abends über uns freuen kannst oder möchtest Du einen lieben Gefährten haben, mit dem Du tagsüber raufen und kuscheln kannst?", dann würde m.E. keine Katze sagen "Jau....ich möchte 18 Jahre lang isoliert sein!"
pfotenseele hat gesagt.:
das Katzi, an dem ich persönlich gescheitert bin, war eine Beschlagnahmung aus einem Animal-hoarding. solche Tiere haben stark unter zuviel "Gesellschaft" gelitten und mussten um Ressourcen wie Futter, Plätze und Spielzeug kämpfen. Solche Katzis möchten oft dann einen alleinigen platz und nicht mehr teilen müssen.
Das kann man nicht verallgemeinern.
Mein Kater kommt auch aus einem sehr schlimmen Animal-Hording-Fall.
Er braucht soziale Artgenossen wie die Luft zum Atmen, einige seiner ehemaligen Gefährten mussten als Einzelkatze vermittelt werden, weil sie nicht mehr mit Artgenossen leben wollten.