Einzelkatze

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Ich mag sie - also werde ich sie ganz bestimmt nicht an jemanden vermitteln der der Auffassung ist, dass sie nur mit anderen Katzen zusammen glücklich ist - WEIL ICH DAS NÄMLICH NICHT GLAUBE und ihr einen solchen Stress ganz sicher nicht zumute.
 
A

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Das ist alles ganz toll (und auch ziemlich selbstgerecht)

ABER

1) bitte wohin mit einer ca. 6 Jahre alten Katze ??
2) bitte woher die Garantie nehmen, dass es ihr dann besser geht und nicht doch hier

Sie pinkelt nicht in die Wohnung - sie kackt nur neben das Klo und zwar in direktem Zusammenhang mit unseren urlaubsbedingten Abwesenheiten.
Das ist auch nicht exotisch oder so, dass habe ich schon öfter gehört - ich dachte nur es gäbe vielleicht noch einen Tipp, den ich noch nicht kenne.

ich nehm sie 🙂

Ich mag sie - also werde ich sie ganz bestimmt nicht an jemanden vermitteln der der Auffassung ist, dass sie nur mit anderen Katzen zusammen glücklich ist - WEIL ICH DAS NÄMLICH NICHT GLAUBE und ihr einen solchen Stress ganz sicher nicht zumute.

schade 😎
 
Ich mag sie - also werde ich sie ganz bestimmt nicht an jemanden vermitteln der der Auffassung ist, dass sie nur mit anderen Katzen zusammen glücklich ist - WEIL ICH DAS NÄMLICH NICHT GLAUBE und ihr einen solchen Stress ganz sicher nicht zumute.

Aber selbst weisst du, dass sie bei dir auch nicht unbedingt glücklich ist, sie ist unsauber wenn ihr lange weg seid. Daran kannst du nichts ändern, klar. Eine zweite Katze willst du nicht für sie, vermitteln willst du sie nicht. Du willst nichts umsetzen, was der Katze helfen könnte. Das ist schade für sie.
 
Ich mag sie - also werde ich sie ganz bestimmt nicht an jemanden vermitteln der der Auffassung ist, dass sie nur mit anderen Katzen zusammen glücklich ist - WEIL ICH DAS NÄMLICH NICHT GLAUBE und ihr einen solchen Stress ganz sicher nicht zumute.

Du fragstest wohin. Die Endscheidung liegt bei dir, da können wir nichts von unseren PCs aus tun. Ich hoffe aufrichtig (ohne jeglichen spott) das du nocheinmal die Chance bekommst zu sehen was wir meinen.
Ich kannte lange auch nur Einzelkatzen. Aber als ich einmal das richtige Paar bei jemand gesehen habe, konnte ich mir eine alleine nicht mehr vorstellen 🙂
 
Ich mag sie - also werde ich sie ganz bestimmt nicht an jemanden vermitteln der der Auffassung ist, dass sie nur mit anderen Katzen zusammen glücklich ist - WEIL ICH DAS NÄMLICH NICHT GLAUBE und ihr einen solchen Stress ganz sicher nicht zumute.

Vlt wäre Einzelhaltung das richtige in diesem konkreten Fall, das will ich gar nicht abstreiten. Nicht jedes Tier, welches Jahre lang unsozialisiert leben musste, kann soweit noch vergesellschaftet werden. Dennoch kann man dann nicht 10h außer Haus sein und noch wochenlang Urlaub machen.
Dann vermittel sie lieber zu Menschen, die viel daheim sind und sich kümmern können und auch keine langen Reisen mehr unternehmen.
 
Ich hatte das unglaubliche Glück, durch Zufall an meine BEIDEN ersten Katzen zu kommen. Das ist jetzt 21 Jahre her. Ich wollte nie Katzen. Ich hatte keine Ahnung von Katzen. Aber sehen konnte ich, wie sehr die beiden sich brauchten!

Zeitglieich hatte meine Schwester ihre erste Katze. Alleine. In der Wohnung:reallysad:
Als die Katze dann irgendwann anfing, nur noch die Wand anzustarren, hatte meine Schwester ein Einsehen und nahm einen Kater dazu. Die Katze hat nie wieder die Wand angestarrt, sie ist mit dem Kater durch die Bude getobt. Und das obwohl sie lange als Einzelkatze leben mußte, obwohl ich heute sagen würde, eine Katze wäre vielleicht besser gewesen. Das war eine ganz andere Katze.

Ich hatte ja meine 2 immer vor der Nase und wäre, weil ich gesehen habe, wie sie miteinander gespielt, gekuschlet und sich gegenseitig geputzt haben, nie auf die Idee gekommen, eine Katze einzeln zu halten. Glück gehabt!

Aber, wie moment-a schon schrieb, wer einmal gesehen hat, wie Katzen miteinander agieren können, der weiß das eben: Katzen sind super soziale Tiere.
 
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Ueber einen laengeren Zeitraum hinweg konnte ich wildlebende Katzen im Freien beobachten, und das ist schon sehr informativ.
Kolonien von 20 bis 50 Katzen sind die Norm (Omelly hat ein Video aus der Gegend verlinkt mit 80 Katzen).
Die Kolonien haben natuerlich einen praktischen Sinn; Waisenkitten werden von anderen saeugenden Mutterkatzen aufgenomen, ammenfaehige kittenlose/arme Mutterkatzen nehmen Waisen auf.
In der Gruppe ist man staerker gegen Eindringliinge und Feinde.
Kolonien werden durchaus vor Fremdkatzen geschuetzt.

Gerade kraeftige Kater, unkastriert wohlbemerkt, koennen dagegen richtige Platzhirsche sein und alles und jeden verjagen.
Und auch das gehoert zum Sozialverhalten und diese Kater haben durchaus Kontakte zu anderen Katern und Katzen, naemlich beim Kaempfen und Vertreiben.
Es ist ja nicht so, dass sie allein sein wollen, dann wuerden sie sich ja irgendwohin in die Einsamkeit verziehen, sondern das Auseinandersetzen mit Gleichartigen gehoert zum Leben dazu.

Kastriert, werden diese Kater dann auch meist vertraeglicher.

Manfred war draussen uebrigens ca 1 Jahr lang mit seiner Mutter zusammen; Kinder werden nicht immer sehr frueh verstossen, war aber doch eher eine Ausnahme. Ein extreme ausgepraegtes Sozialverhalten hat er noch immer.

Der Kater meiner Eltern war Hardcore-Freigaenger und hat keinen in seinem Revier geduldet, bis eines Tages ein alter, offenbarkranker Kater auftauchte und beie lagen oft nebeneinander auf dem Rasen.

Wohnungskatzen sollten gar nicht erst zu Einzelkatzen gemacht werden, das ist glattweg Tierquaelerei. Grunede gibt es einige, im TH aufgewachsen und falsch gehalten, aus Unwissenheit oder Egoismus nur ein Kaetzchen in die Wohnung geholt, dass dann 8 bis 10 h taeglich die Wand anstarren darf und ja zufrieden ist...

Einmal verkorkst, ist es wirklich manchmal besser, die Tiere nicht mehr zu vergesellschaften. Das entspricht aber eben nicht dem Naturell der Katze, sondern geht auf unsere Kappe.
Bei Rickie hat es geklappt, sie war ca13 jahre allein, wochenends dazu auch noch ohne Menschenseele um sich herum.
Sie hat zwar ihr Ding gemacht, lag aber immerhin mit allen anderen Katzen zusammen im Bett oder in der Sonne auf dem Teppich, ohne Anfeindungen.

Von Natur aus ist und bleibt ie Katze einfach kein Einzelgaenger. Ja, auch die Kampfhaehne und Platzhirsche reden ja kaetzisch, und diese Auseinandersetzungen sind ganz wichtig.

Aber so ganz allein in der Bude...🙁
 
Problem ist natürlich ist das so ein Thema, wie Freigang oder Futter, in diesem Forum mehr oder weniger eine politische Grundsatzdiskussion wird.
In den letzten paar Seiten wurde sogar eine Behinderte angegriffen weil sie nicht in der Lage ist zu vergesellschaften, das ist schon sehr peinlich

Jeder will das es seinem Tier gut geht aber Realismus ist schon wichtig. jemand Tierquäler nennen weil er nur 90% der Mindestanforderungen erfüllt geht schon sehr weit.

Nun gut, ich bin auch so ein Tierquäler und habe eine Vergesellschaftung versucht.
Ok, keine dutzend Tiere und kein halbes Jahr. meine kleine hat sich komplett verkrochen und als die neue wieder weg war brauchte sie knapp 2 Monate um wieder in die Normalität zu gelangen. natürlich habe ich alles falsch gemacht und hatte ich bei meiner nicht auf Alter, Geschlecht oder Charakter achten müssen.
für meine kleine gibt's nur 2 Tierarten.
zu gross = abhauen
zu klein = töten und fressen
 
Meine TÄ sagt immer: Katzen in der Natur leben allein. Das stimmt ja demnach auch nicht oder?
Schau dir mal die Kolonien in den Mittelmeerländern an. Da läuft es genauso😉
Soweit ich weiß gibt es zu den römischen Kolonien sogar Literatur....weiß ich aber nicht 100pro...ich schau mal bei Google🙂
 
Ich glaube, dass viele Einzelkatzenhalter keine Katze dazu nehmen mögen, weil sie ihre Einzelkatze zu sehr vermenschlichen. Sie haben Angst, dass es Ärger im Palast gibt und trauen ihrer Katze nicht zu, dass sie lernt sich mit einem zunächst fremden Partner zu arrangieren.

Ich hatte gut sozialisierte Stammkatzen, die jeden Pflegling aufgenommen haben. Bei den meisten Katzen reichte ein langer strenger Blick des Chefs der Bande und die Fronten waren geklärt.
Dieser Chef war längere Zeit Einzelkatze, weil sein Freund überfahren wurde und ich ihm keinen neuen Freund zumuten wollte.
Dann fragte mein Kater Kleines an, ob er bei uns wohnen kann und Karli (der Einzelkater) gab sich Mühe Kleines zu erziehen. Später kam Mimi (eine ausgesetzte Perserkatze) dazu und auch sie wurde integriert.
Nach einer Weile kam ein weiterer Einzelkater in die Gruppe, der an Diabetes erkrankt war und von seinem Halter keine Behandlung erfuhr. Ludi ignorierte Karli, Mimi und Kleines, lebte jedoch zufrieden und gemütlich mit in der Gruppe. Es ging ihm gut.
Von mehreren Pflegekatzen wusste ich nicht, ob sie vorab Einzelkatzen waren, weil sie aus Tierheimen zu mir kamen.
Ich hatte inzwischen 16 Pflegekatzen (die ich teilweise adoptiert hatte), die allesamt mehr oder weniger schwer krank waren und somit in einer Ausnahmesituation waren.

Bis auf einen Kater haben sich alle Katzen/Kater mit viel Geduld und Unterstützung angepasst bzw. bekamen ausreichend Freiraum, dass sie sich nicht bedrängt fühlen mussten.

Und dieser eine Kater (Bolle) wurde im Alter von 6 Wochen von seiner Mama weggenommen und lebte bis zu seiner Diabeteserkrankung 10 Jahre alleine in einer kleinen Wohnung mit seinen Haltern. Er hatte demzufolge überhaupt kein kätzisches Sozialverhalten und verstand die Katzen meiner Gruppe einfach nicht.
Er benahm sich "überschaubar", wenn ich anwesend war….rüpelte aber furchtbar herum, wenn er mit den anderen Katzen zusammen war. So verletzte er Ludi schwer, so dass dieser operiert werden musste.
Zum Glück wurde er schnell insulinfrei und wurde wieder an seine Halter gegeben, die ihn abgöttisch (nicht normal) liebten und verhätschelten bis er vor ein paar Jahren an einem Tumor verstarb.

Bolle tat mir furchtbar leid….er konnte sich einfach nicht anpassen und integrieren. Er war zu einem kleinen Prinzen gemacht worden und tyrannisierte seine Halter mit Beiß- und Kratzattacken….auch nachdem er wieder gesund bei seinen Haltern angekommen war. Sein Schicksal macht mir heute noch zu schaffen.

Und aus diesem Grund würde ich immer versuchen meine Ängste bzgl. der Einzelkatze zu überwinden und der Katze die Chance geben eine Beziehung aufzubauen….zu einer anderen Katze. Einzelhaltung einer Katze ist einfach nicht in Ordnung!
Wenn jedoch eine Katze bereits so verhunzt ist, wie Bolle es war, kann man vermutlich nicht mehr viel machen. Die Katze ist Zeit ihres Lebens dazu verurteilt auf die Freuden einer kätzischen Beziehung zu verzichten.:sad:
 
Ich glaube, dass viele Einzelkatzenhalter keine Katze dazu nehmen mögen, weil sie ihre Einzelkatze zu sehr vermenschlichen. Sie haben Angst, dass es Ärger im Palast gibt und trauen ihrer Katze nicht zu, dass sie lernt sich mit einem zunächst fremden Partner zu arrangieren.

Das sehe ich ähnlich.
Menschen verhindern das ihre Katze kätzisches Verhalten lernt und lebt und haben dann später Angst, weil ihre Katze dieses arttypische Verhalten nicht sofort zeigt oder in vielen Fällen nicht mehr zeigen will/kann.

Viele Menschen möchten eine Kuschelkatze bzw. menschenbezogene Katze und nehmen dafür in Kauf, dass ihre Einzelkatze den ganzen Tag alleine ist und sich dann abends entsprechend freut, dass etwas in ihrem langweiligen Wohnungsleben passiert.
Und dann wird schnell fehlinterpretiert "Meine Katze braucht keinen Artgenossen, weil ich abends Zeit für sie habe!"...naja, es ist ja auch sonst niemand da, der für die Katze Zeit hat.

Katzen sollen auf Katzenart spielen, leben, raufen, rangeln und kuscheln...und wenn sie damit sehr glücklich sind, werden sie auch noch genug Zeit und Liebe übrig haben, um sich dem Menschn zu widmen 😉

Trotzdem ist es für die ein oder andere Katze sicher besser, wenn man sie nicht mehr vergesellschaftet, weil die vielen menschlichen Fehler der Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen haben.
Aber das muss immer von Katze zu Katze individuell beurteilt werden.
 
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Ich zitiere mich selbst aus einem anderen Thread:

Die Bezeichnung "Einzelkatze" wird ja oft und gerne benutzt. Leider unterscheidet der Mensch nicht zwischen "Katze, die ohne Artgenossen lebte", "Katze, die mit den vorhandenen Katzen nicht klarkam", "Katze, die mit der falsch ausgewählten Katze nicht klarkam", "Katze, ohne Erfahrung mit Artgenossen" und der tatsächlichen "Einzelkatze".

Und wer eine "Einzelkatze" kennt und sie schon im Kontakt mit anderen Artgenossen erlebt hat, der weiß, was eine Einzelkatze ist 😉

Ich kann irgendwie schon nachvollziehen, warum die TH oft Katzen als "Einzelkatzen" vermitteln, weil sie dann das Problem umgehen, dass die Katze nicht zu dem/den vorhandenem/n Tier/e passen und wieder zurückgebracht werden.

Eine vermittelte Einzelkatze wird sicher nicht so oft zurückgebracht.

Aber ob sie wirlich eine Einzelkatze im klassischen Sinne also unverträglich, aggressiv, angstaggressiv etc ist, ist und bleibt fraglich.
 
Ich finde, Moment-a hat eine wunderbar einfühlsame Art, das Problem zu beschreiben.

Ja, es gibt sie, die vom Menschen gemachten Einzelkatzen. Aber eben weil es in sehr vielen Fällen möglich wäre, die vermeintlichen Einzelgänger gut zu vergesellschaften, sofern man nur das nötige Rüstzeug mitbringt, finde ich es fatal, im Forum pauschal zu behaupten, es gäbe so viele glückliche Einzelwohnungskatzen.
 
Also ich finde es schwierig, ein Pauschalurteil abzugeben.

Mir ist ja meine Katze vom benachbarten Bauernhof zugelaufen, wo sie nicht allein gelebt hat.

Ich hab dann versucht, sie mit einer absolut lieben und sozialen Katze zu vergesellschaften, mit dem Erfolg dass Emmi nicht mehr reinkam. Erst als Maya wieder weg war, kam Emmi wieder.

Vom Charakter her denke ich dass Maya gar nicht besser hätte ausgesucht werden können, aber es hat trotzdem nicht gepasst. Vielleicht hätte es irgendwann gepasst wenn ich Emmi eingesperrt hätte, das wollte ich aber nicht.

Vielleicht ist sie ganz bewusst in einen Haushalt gekommen wo es keine anderen Katzen gibt, vielleicht ist sie in der Konkurrenz ums Futter ( die Katzen dort werden nicht gefüttert und nicht kastriert), so gemobbt worden dass sie lieber alleine ist.

Ich hätte versuchen können, ihr zu vermitteln, dass andere Katzen nicht so schlimm sind, aber nur indem ich sie eingesperrt hätte.

So ist es ihre Entscheidung wie sie leben möchte und wenn sie sich mal einen Freund mitbringt ist das ok.

Ob ich trotzdem alles richtig mache weiß ich auch nicht. 😕
 
Aber: Emmi ist ja trotzdem keine Einzelkatze. Schon dass du schreibst: "Wenn sie will, kann sie einen Freund mitbringen" deutet ja darauf hin, dass sie das schon mal getan hat, was wiederum bedeutet, dass sie ja kätzische Gesellschaft hat und durchaus auch genießt. Und wie Rickie schreibt: Auch Kämpfe und Auseinandersetzungen gehören zum kätzischen Leben dazu.

Ich würde - auch bei Freigängern - natürlich dennoch auch immer eine Vergesellschaftung versuchen, sehe es aber als nicht so dramatisch an, wenn diese nicht klappt (obwohl man sich und den Katzen Zeit gegeben und sorgfältig ausgesucht hat)

Denn obwohl Katzen gerne und oft in Kolonien leben, gibt es sicherlich auch Momente, in denen sie mal ganz für sich sein möchten. Und wenn sie dafür zum Dosi gehen, wo sie die Streicheleinheiten ganz für sich haben und die auch auf keinen Fall teilen möchten, ist das ihre Entscheidung.

Katzen in Wohnungshaltung alleine zu lassen empfinde ich auch als ein No Go. Je jünger desto schlimmer und je älter sie sind und je länger sie allein gelebt haben, umso schwieriger wird es mit einer Vergesellschaftung. (Ist ja beim Menschen nicht anders, frag mal jemanden, der sehr zurückgezogen lebt, ob der mal Bock auf ein Festival oder einen Einkaufsbummel am Heiligabend hat...)
 
Ich hab dann versucht, sie mit einer absolut lieben und sozialen Katze zu vergesellschaften, mit dem Erfolg dass Emmi nicht mehr reinkam. Erst als Maya wieder weg war, kam Emmi wieder.

Bei aller Theorie zu sozialen Katzen und Einzelkatzen darf man das ganz persönliche Befinden und die Sympathie und Antipathie nicht vergessen.

Nicht jede Katze muss jede andere Katze mögen, egal wie sozial sie ist. Selbst die tolerantesten Menschen mögen manche Menschen nicht 😉

Ausserdem haben Katzen eine so feine Körpersprache, die zwar von anderen Artgenossen aber nicht vom Menschen wahrgenommen wird. Es kann sein, dass die eine Katze etwas an sich hat, was von anderen Katezn als bedrohlich oder abgrenzend wahrgenommen wird, was der Mensch aber nicht erkennen kann.
 
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Ich glaube niemand gibt ein Pauschalurteil ab.
Manchmal ist es eben so, dass eine Katze ihr Haus und ihren Garten lieber nicht teilen möchte.
Und doch sollte man keine Katze von vornherein zu einer Einzelkatze machen. Niemand hat etwas davon, wenn sich eine Katze vor Angst versteckt oder unter sich macht.
In den Fällen wo eine neue Pflegekatze Angst zeigte (durch Aggression oder Verstecken) hat sich die langsame Zusammenführung (mit Fliegengittertür) als praktisch erwiesen.
Ich habe das fast immer gemacht, weil ich auch schnell an die Katzen heran musste, um sie zu messen und zu spritzen. In dem Zusammenhang war es wichtig, dass die neue Katze und ich erstmal "zusammengeführt" wurden.

Irgendwann kam jede Katze an das Gitter und nahm Kontakt auf....und irgendwann wollte die eingesperrte Katze raus aus ihrem Zimmer.
Dieses Zimmer war dann übrigens für die nächste Zeit die Burg für die neue Katze....war irgendwas beängstigend, zog sie sich da hin zurück....oder sie saß dann hinter meinen Beinen und guckte vorsichtig um die Ecke.

Eine Zusammenführung geht nicht hopplahopp....die Gruppe und die neue Katze braucht Zeit und Ruhe. Dann läuft eine Zusammenführung oft unspektakulär.
 
Viele glauben auch, dass Katzen sich nicht mögen, wenn sie nicht miteinander kuscheln oder sich putzen etc. Dass die Katzen dann Einzelkatzen sind.
Aber wie moment-a (oder war es jemand anderes?) schon geschrieben hat, es gibt auch in Menschenaugen negative Kommunikationen, die aber aus Katzensicht sehr wichtig sind.

Wenn ich meine zwei Grautiger ansehe, da würde keiner bezweifeln, dass sie sich heiß und innig lieben, aber sie kuscheln überhaupt nicht und putzen ist 2x über den Kopf und dann wird gekloppt. 🙂 Sie fauchen sich an und hauen sich auch gegenseitig eine runter. Aber es könnte nie eine ohne die andere leben.

Und auch Marie hat sich mittlerweile so gut integriert, dass sie wirklich eine gutes 3er-Gespann geworden sind. Auch ohne kuscheln und ohne sich putzen.
Aber wenn sie sich z.B. im Bad treffen und dort zu dritt verteilt schlafen oder im Winter rund um einen Heizkörper (wir haben mehrere zugänglich, so ist das nicht 😉 liegen, dann sieht man deutlich, dass sie einfach nur die Gegenwart des/der anderen schätzen. Auch das ist Gemeinschaft. Nur für Menschenaugen nicht so offensichtlich.
 
Ich habe mir jetzt alle Beiträge mal durchgelesen.
Und um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht im Klaren, was hier eigentlich diskutiert wird. Denn schlussendlich sind sich hier doch eigentlich alle einig.
1. Katzen sind nicht von Geburt an Einzelkatzen.
2. es kann Umstände geben (sei es durch Menschen gemacht oder durch diverse andere Ursachen), die dazu führen, dass Katzen mit ihren Artgenossen nicht mehr gemeinsam leben wollen.
3. Es ist für den Menschen schwierig zu erkennen, ob bisher nur nicht der richtige Partner gefunden wurde oder tatsächlich aufgrund der oben genannten Umstände kein Zusammenleben seitens der Katze gewünscht wird.
4. Sollte die Katze wirklich nicht mit anderen Katzen zusammenleben wollen, sollte sie auch einzeln gehalten werden.
Und bisher habe ich keine Meinung gelesen, die sagt, dass alle Katzen nur alleine glücklich sind und dies die optimale Art ist, eine Katze zu halten. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dies von irgendeinem User hier vertreten wird.
 
@Cicero: Du hast es auf den Punkt gebracht. :grin:
 

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