Katze beißt Tierärztin

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Ah! Ich glaub, da gucken wir aus zwei verschiedenen Perspektiven drauf: Bei dir klingt das so nach "wenn ich zahlen soll, gibt man mir offenbar Schuld an dem Vorfall".

....

Der Ablauf ist ja folgender:

- Katze, Hund, Pferd... verletzt Tierarzt.
- Eine spezielle Unfallversicherung für Tierärzte kann beispielsweise bei einem Tierbiss greifen und eine einmalige Invaliditätsleistung auszahlen, wenn eine dauerhafte Invalidität zurückbleibt. Außerdem gibt es noch die freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die die die Kosten für medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation übernimmt und Verletztengeld als Ersatz für den Verdienstausfall während der Rehabilitation bezahlt.
- jetzt wenden sich die Versicherungen der Tierärzte an die Haftpflicht/Tierhalterhaftplicht und fordern das Geld zurück
- das geschieht unabhängig vom Verschulden des Tierhalters
- weigert sich die Versicherung des Tierhalters zu zahlen, kann die Sache vor Gericht landen
 
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A

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@Motzfussel hm, ich weiß nicht. Sicher ist an beiden Sichtweisen was dran.
Ich meine, dass man dass mit einem normalen Haftpflichtfall nicht ganz vergleichen kann, also wenn ich beispielsweise das Handy von jemandem unabsichtlich schrotte.
Im Fall des Tierarztes müsste das Gesetz eine differenzierte Betrachtungsweise heranziehen. Es handelt sich um ein Lebewesen in einer Ausnahmesituation höchster Angst.
In dem Moment, wo ich das Tier in die Hände des Tierarztes gebe, müsste er alle Sicherheitsvorkehrungen für sich und sein Team treffen und temporär die Haftung übernehmen, für das was während der Behandlung geschieht, beziehungsweise dürften keine Ansprüche an den Halter gestellt werden dürfen.
Beispiel: ich lasse mein Tier beim Tierarzt, es entkommt aus der Ordi, verursacht einen Unfall. Wer haftet, ich, weil ich der Halter bin? Der Tierarzt dem das Tier entwischte?

Ich hatte mal den Fall, dass ein Tierarzt extrem grob zu meinem Kater war, hat nach ihm geschlagen. Im Fall einer Verletzung müsste ich also nach dieser Logik und dem Gerichtsurteil immer zahlen, egal wie sich der Tierarzt verhält und ob er möglicherweise die Verletzung durch ungeschicktes Verhalten selbst provozierte.

Schwierig...
Nein, der Tierarzt muss sich Versäumnisse oder Fehler zurechnen lassen.

Im Ausgangsfall mit der Katze hat ein Gutachter ja festgestellt, dass die Tierärztin nichts versäumt oder falsch gemacht hat.
Sie musste keine Handschuhe tragen (das war ja das Argument der Gegenseite).
 
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Auch wenn das Gesetz das so sieht, komisch finde ich die Haftung in dem Fall dennoch.
Da frag ich mich wer zahlt, wenn ich ein verletztes Tier zum Tierarzt bringe, welches mir nicht gehört (auf der Straße verletzt gefunden), das dann den Tierarzt verletzt.
 
Hä? Wenn mein Tier jemanden ernsthaft verletzt, ist das natürlich meine Verantwortung. Wessen denn sonst? Und nein, der Beruf spielt für mich da keine Rolle.
Wenn der Handwerker sich bei mir verletzt, muss ich dann auch zahlen? Also ernsthafte Frage.

Ich muss ehrlich sagen, ich würde mich da auch nur begrenzt verantwortlich fühlen, außer ich verschweige bewusst was ( ich erwähne z.b immer, dass eine unsere Katze gerne mal angedeutet schnappt, wenn was am Köpfchen gemacht wird).
Aber irgendwie "erwarte" ich schon, dass sich Fachkräfte angemessen schützen. Oder es zumindest Standards gibt, die dann zum Schutz eingehalten werden müssen (Handschuhe, nur zur zweit am Tier....).
Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es ein Stück weit "Berufsrisiko". Ich als Halter kann die Fachkräfte ja (zu recht) nicht nötigen Sicherheitmaßnahmen zu ergreifen und noch weniger habe ich Einfluss auf die "Umgebung" der Praxis.
 
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- weigert sich die Versicherung des Tierhalters zu zahlen, kann die Sache vor Gericht landen

Verklagt dann eine Versicherung die andere Versicherung? Oder werde ich angeklagt?

Wenn ich angeklagt werde, könnte ich widerum meine Versicherung verklagen um das Geld eventuell zurückzubekommen?
 
Verklagt dann eine Versicherung die andere Versicherung? Oder werde ich angeklagt?

Wenn ich angeklagt werde, könnte ich widerum meine Versicherung verklagen um das Geld eventuell zurückzubekommen?

Ansprechpartner bist du als Tierhalterin und Versicherungsnehmerin, also ja, wenn deine eigene Versicherung sich sträubt, bleibt nur der Weg, sie zu verklagen.
 
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Bitte was ?!?

Ich kann es kaum glauben.

Das ist doch (für mich) Berufsrisiko, eventuell sogar fahrlässig vom Tierarzt (hätte ja auch Handschuhe tragen können).

Absolut absurd finde ich das.
 
Ansprechpartner bist du als Tierhalterin und Versicherungsnehmerin, also ja, wenn deine eigene Versicherung sich sträubt, bleibt nur der Weg, sie zu verklagen.

Und deshalb braucht man immer, wenn man Versicherungen hat auch eine Rechtsschutzversicherung. Am besten von verschiedenen Anbietern.
 
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Aber wie soll ich ein Tier abtasten etc. mit dicken, bissfesten Handschuhen?

Und wenn Tierärzte Untersuchungen aus eben diesen Gründen nur noch mit Sedierung machen, finden das auch wieder so manche nicht gut.
 
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@Motzfussel hm, ich weiß nicht. Sicher ist an beiden Sichtweisen was dran.
Ich meine, dass man dass mit einem normalen Haftpflichtfall nicht ganz vergleichen kann, also wenn ich beispielsweise das Handy von jemandem unabsichtlich schrotte.
Im Fall des Tierarztes müsste das Gesetz eine differenzierte Betrachtungsweise heranziehen. Es handelt sich um ein Lebewesen in einer Ausnahmesituation höchster Angst.
In dem Moment, wo ich das Tier in die Hände des Tierarztes gebe, müsste er alle Sicherheitsvorkehrungen für sich und sein Team treffen und temporär die Haftung übernehmen, für das was während der Behandlung geschieht, beziehungsweise dürften keine Ansprüche an den Halter gestellt werden dürfen.
Beispiel: ich lasse mein Tier beim Tierarzt, es entkommt aus der Ordi, verursacht einen Unfall. Wer haftet, ich, weil ich der Halter bin? Der Tierarzt dem das Tier entwischte?

Ich hatte mal den Fall, dass ein Tierarzt extrem grob zu meinem Kater war, hat nach ihm geschlagen. Im Fall einer Verletzung müsste ich also nach dieser Logik und dem Gerichtsurteil immer zahlen, egal wie sich der Tierarzt verhält und ob er möglicherweise die Verletzung durch ungeschicktes Verhalten selbst provozierte.

Schwierig...
Nein, ich hatte meine Aussage schon unter der Voraussetzung, dass der TA sich angemessen verhält, getroffen. Wenn er nach dem Tier schlägt, hat er Pech und das sehen mW auch die Gerichte so. Selber Schuld.

Aber die Haftung für Verletzungen durch ein Tier zu übernehmen, das ich behandle - sehe ich anders. Er ist der Dienstleister, ich als Halter will seine Hilfe. Wenn es auch noch sein Problem ist, wenn er sich dabei verletzt - äh. Na ich an seiner Stelle würde mich bedanken.

Das ist ja, als wär es mein Problem, wenn ein schizophrener Patient auf mich losgeht, weil er mich in seinen Wahn eingebaut hat.
 
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Ich sehe die Gefahr, dass sich noch weniger Personen zum Tierarzt trauen. Nicht nur, weil die Behandlung so teuer ist, sondern weil es bei einem Biss noch teurer werden kann.
 
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Aber wie soll ich ein Tier abtasten etc. mit dicken, bissfesten Handschuhen?

Und wenn Tierärzte Untersuchungen aus eben diesen Gründen nur noch mit Sedierung machen, finden das auch wieder so manche nicht gut.

Der Helfer hält mit Handschuh, der TA tastet ab?

Wenn Nala beim TA ist, braucht es auch Handschuhe.
Untersucht bekommen sie die trotzdem.

Bei Nele muss auch nach nem Moment zu Handschuhen gegriffen werden, da die nur kurz Geduld mit dem TA hat.

Lediglich bei Kitty braucht es tatsächlich keine.

Ich kann das Urteil in keinster Weise nachvollziehen.
 
Aber was erwartet ihr denn von Tierärzten? Sorry, für mich klingt das wie reines Samaritertum.

Läg ich im KH, hätte Verdienstausfall, dauerhafte Schäden... Und wie ich da Kompensation sehen wollen würde.
 
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Aber was erwartet ihr denn von Tierärzten? Sorry, für mich klingt das wie reines Samaritertum.

Läg ich im KH, hätte Verdienstausfall, dauerhafte Schäden... Und wie ich da Kompensation sehen wollen würde.

Ich erwarte von meinem TA das er die Situation einschätzen kann.

Allerdings weise ich bei meinen Katzen auch jedes mal darauf hin das bei Nala direkt Handschuhe getragen werden sollen und bei Nele das sie beißt wenn es ihr zu viel wird.
 
Der Helfer hält mit Handschuh, der TA tastet ab?

Wenn Nala beim TA ist, braucht es auch Handschuhe.
Untersucht bekommen sie die trotzdem.

Bei Nele muss auch nach nem Moment zu Handschuhen gegriffen werden, da die nur kurz Geduld mit dem TA hat.

Lediglich bei Kitty braucht es tatsächlich keine.

Ich kann das Urteil in keinster Weise nachvollziehen.

Es gibt auch Einzelkämpfer, die keine Angestellten haben.
Oder die eine Angestellte hat Urlaub, ist krank oder hat eine Fortbildung.
 
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Ich erwarte von meinem TA das er die Situation einschätzen kann.
Hmmm... Ich glaub, das kannste noch so gut können, beim von mir aus 587. Mal geht's dennoch schief. Irgendwas kann ja immer sein. Draußen kracht es laut, das eh schon gestresste Tier erschreckt sich. Jemand der Beteiligten hat seinen Griff nicht so perfekt fest wie die anderen 586 Male. Usw.

Ich sag ja gar nicht, dass das dauernd passiert oder dass der TA nicht seinen Teil dazu tut, es zu verhindern. Das tut man ja schon allein aus Eigeninteresse, hat ja niemand Bock drauf. Ich kann auch in 586 Fällen einschätzen, ob eine Situation brenzlig wird. Und in Fall 587 werde ich überrascht. Lebewesen, ob Mensch, ob Tier, sind doch nie 100% einschätzbar.

Mir ist auch schonmal ein Stuhl entgegen geflogen.

Und wenn einen dieses 587. Mal dann Tausende Euro und die Gesundheit kostet, finde ich es sehr sehr viel verlangt, dass sich da jemand "naja. Ist halt mein Berufsrisikos" denken soll.
 
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Aber was erwartet ihr denn von Tierärzten? Sorry, für mich klingt das wie reines Samaritertum.

Läg ich im KH, hätte Verdienstausfall, dauerhafte Schäden... Und wie ich da Kompensation sehen wollen würde.

Was passiert eigentlich, wenn ich, als Mensch, operiert werde... Ich, weil die Narkose zu niedrig bemessen war, aufwache... unter Schock stehe... und dem Arzt eine scheuer, dass er ne Gehirnerschütterung hat? Muss ich das dann auch bezahlen?

Bestimmt 🙈.
 
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Was passiert eigentlich, wenn ich, als Mensch, operiert werde... Ich, weil die Narkose zu niedrig bemessen war, aufwache... unter Schock stehe... und dem Arzt eine scheuer, dass er ne Gehirnerschütterung hat? Muss ich das dann auch bezahlen?

Bestimmt 🙈.
Der Vergleich hinkt jetzt aber sehr. Wo siehst du denn da die Parallele?
 
Es gibt auch Einzelkämpfer, die keine Angestellten haben.
Oder die eine Angestellte hat Urlaub, ist krank oder hat eine Fortbildung.

Für mich ist es natürliches Verhalten wenn ein Tier sich bei einer Behandlung wehrt.

Das ist etwas was man weiß und wogegen man sich dementsprechend schützt.

Würde ich meinen Arzt beißen weil er mir eine Spritze gibt wäre das was wogegen er vorgehen könnte, denn ich bin ein Mensch, verstehe was passiert.

Ein Tier ist und bleibt aber ein Tier.
Da muss man halt damit rechnen das es panisch wird und/oder sich wehrt.


Nein, ich kann es nicht nachvollziehen.

Wenn man sich selber in Gefahr begibt weil man was lieber alleine machen mag, dann hat man sich dem Risiko ausgesetzt.
Wenn dann was passiert, dann hat man da aber auch sein Teil zu beigetragen.
 
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