Ich glaube Katzenernährung ist wie auch bei anderen Tieren (inklusive Mensch) eine Sache, die man noch genauer erforschen muss.
Es gibt dabei aber so viele Faktoren, dass man für die Allgemeinheit der Katzenpopulation niemals genaue Aussagen treffen können wird.
Ein wichtiger Unterschied ist ja zb auch der Körperliche Zustand der Katze:
Ist sie Kastriert oder nicht?
Unkastrierte Tiere brauchen aufgrund des Fortpflanzungsdrangs und der dabei gebildeten Hormone und entsprechend aggressiver/durchsetzungsfähiger Verhaltensweisen garantiert eine andere Nahrungszusammensetzung und vorallem auch Menge.
Dann gibt es Freigänger, Teilzeitfreigänger, Wohnungskatzen. männliche, weibliche und kastrierte (wo man sich mal damit beschäftigen müsste, in wie weit die Kastration auch nicht nur die Unfruchtbarkeit verursacht...)
Von den einzelnen genetischen und epigenetischen Anlagen der Einzeltiere garnicht anzufangen
😳
Ich denke aber im grossen und ganzen, dass es wichtig ist eine möglichst wenig vorverarbeitete und auf natürlichen Zutaten fussende Ernährung, wie es frei lebende Katzen in der Natur vorfinden (auch inklusive Komposthaufen vom Nachbarn
😉) zu bieten. Sprich diese ganzen Zusatzstoffe, von Karamell, Cassia Gum, speziellen Ballaststoffen usw nehme ich Abstand. Man weiss zwar ungefähr, was sie an Aufgabe im Katzenfutter haben, aber was sie nebenbei bewirken ist fraglich.
Katzen sind zum glück keine Din-Genormten Tiere, weswegen sie viel verschiedene Fütterungsarten ohne Probleme vertragen, ohne deswegen zu erkranken. Deswegen ist es auch so schwierig rauszufinden, was denn nun wohl optimalwerte sind. Man sollte eher versuchen jeweils Grenzwerte für "defenitiv zu wenig" und "defenitiv zu viel" festzulegen, ich denke selbst das wäre ein gewaltiges Stück Forschungsarbeit.
Ich bin ja quasi von meiner Frau Glenn
(Edit: Ich nenne meine Katze Frau Glenn, weil sonst viele denken es wär ein Kater) schneller zum Barfen gewungen worden, als ich es vor hatte. Man liest sich ja erst mal ein und schiebt noch ein bisschen und wartet noch ein bisschen, weils ech megaviel Materie ist und einem der Schädel schwirrt
😳
Aber als sich rausstellte: Ok Rindfleisch ist nicht gut für sie, wat für Futter bestell ich nun, ohne Goldesel im Keller?
Dazu kam dann noch die Bedingungen: Grisu verträgt kein Getreide, machnche Nassfuttersorten geben Durchfall, ohne dass ich die Ursache wusste.
Mittlerweile bin ich froh, so fix aufs Barfen umgestiegen zu sein. Es hat sich während des ersten Jahres nämlich noch mehr Unverträglichkeiten bei Glenn rausgestellt, die ich mit Nassfutter vermutlich nie so genau rausgefunden hätte.
Nun stelle ich das Futter mitsamt supplementen immer selber zusammen und muss "nur" noch auf die Fleischlieferanten vertrauen, damit sie ordentliches Material liefern. Mir sind sämtliche Zusatzstoffe bekannt, die im Futter landen und ich kann natürlich auch die einzelnen Supplemente und Fleischsorten variieren.
Natürlich weiss ich nicht wie es in 10 Jahren mit den Katzen aussehen wird, aber ich habe sowiso Katzen, die genetisch eher inzüchtig sind und somit vielleicht anfälliger für die ein oder andere Krankheit.
Aber wenigstens habe ich diese künstlichen, teilweise echt seltsamen Zusatzstoffe eliminert, die Katzen wirklich nirgendwo draussen finden würden.
So und wenn jemand noch den Kopf dazu hat, empfehle ich auch mal hier die Ernährungsseiten von den three Cats zu lesen. Da ist super aufgedröstelt, was welche Bestandteile des Futters für Aufgaben haben, was Katzen brauchen und was eher von der Futterindustrie verbreitet wird, was Katzen angeblich auch noch brauchen.
jasper-katzenernaehrung/
Grüsse
neko