Was brauchen unsere Katzen wirklich? Füttern wir sie krank?

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Aber wenn Blasensteine, CNI und FORL ein Großteil der Katzen über 7 Jahre betreffen, haben sie sich dann wirklich bewährt?

Tja, Vermutungen. Eine mögliche Kausalität mag logisch klingen, aber muss deswegen eben nicht zutreffend sein oder kann von vielen weiteren Faktoren abhängen. Wie sehr richten sich die Hersteller nach den wissenschaftlichen Empfehlungen? Wie sehr spielt das Alter und die Ernährung überhaupt eine Rolle? Kann man wirklich davon ausgehen, dass reine Mäusefänger gesünder sind und älter werden?

Gerade bei Blasensteinen gibt es so viele mögliche Ursachen. Ebenso bei den Nieren. Und da muss man noch nichteinmal die genetische Prädisposition heranziehen.
 
A

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@Silvia Ja, aber was sagt so eine Studie dann aus? Wie stichhaltig und belastbar wäre das? Es gibt einfach zu viele Faktoren, da man keine wirkliche Kontrolle hat. Und möchtest du deine Tiere zu Versuchsobjekten machen, um gezielt die Grenzen auszuloten? Weil ohne das, bekommst du niemals optimale Bedarfswerte, sondern nur welche, die eben "funktionieren".
 
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Tja, Vermutungen. Eine mögliche Kausalität mag logisch klingen, aber muss deswegen eben nicht zutreffend sein oder kann von vielen weiteren Faktoren abhängen.

Völlig klar.....aber solange man eben weitere Faktoren nicht kennt, muss man eben die ins Auge fassen die bei allen quasi gleich sind....und das einzige was wir bei Katzen wirklich beeinflußen können ist eben die Ernährung, bzw. die Frage Freigang oder Wohnungshaltung.

Wie sehr richten sich die Hersteller nach den wissenschaftlichen Empfehlungen? Wie sehr spielt das Alter und die Ernährung überhaupt eine Rolle? Kann man wirklich davon ausgehen, dass reine Mäusefänger gesünder sind und älter werden?

1. gute Frage......bekommst du als 0815 Dosenöffner der nur Katze füttern und nicht wochenlang Emails schreiben möchte auch leider keine Antwort.

2. Ebenfalls keine Ahnung.....im Prinzip müssten alle feral Cats die sich mit Jagd und Mülltonnen fressen durchschlagen ja krank sein, wenn man nach wissenschaftlichen Erkenntnissen geht....sind sie aber nicht. Vielen Straßenkatzen geht es durchaus gesundheitlich relativ gut, im Verhältnis zum Nahrungsangebot gesehen. und auch hier in Deutschland ist Trashfood ja wesentlich verbreiteter als hochwertiges Futter. Ist halt wieder die Frage...sind die Tiere gesund, o0der kommen sie einfach nicht zum Arzt?

3. Nein man kann nicht davon ausgehen das reine Mäusefänger gesünder leben. Maus alleine ist mit Sicherheit auch nicht das Optimum der Katzenernährung.
 
@Silvia Ja, aber was sagt so eine Studie dann aus? Wie stichhaltig und belastbar wäre das? Es gibt einfach zu viele Faktoren, da man keine wirkliche Kontrolle hat. Und möchtest du deine Tiere zu Versuchsobjekten machen, um gezielt die Grenzen auszuloten? Weil ohne das, bekommst du niemals optimale Bedarfswerte, sondern nur welche, die eben "funktionieren".

Nein, keine Versuchsobjekte natürlich. Nur eben eine genaue Beobachtung, was im Laufe des Katzenlebens verfüttert wurde und welche Krankheiten es gibt.

Natürlich ist das im streng wissenschaftlichen Sinne nicht so aussagekräftig, kann ich doch z.B. bei Freigängern nie genau sagen, ob die nicht auch bei den Nachbarn mitfuttern.

Aber man könnte auf diese Art und Weise vielleicht wenigstens gewisse Häufungen feststellen. Zum Beispiel, was das Futter mit den siebenfach überhöhten Werten angeht, was laut Stiftung Warentest ja auf Felix zutraf. Da wäre es dann doch "interessant", ob Felix-Katzen überproportional häufig an CNI erkranken oder eben nicht.

Bei der Berliner Studie wurde ja auch nur abgefragt, womit die Katzen gefüttert wurden, wie die Werte aussahen, welche Leckerchen es gab etc. Der Ansatz ging ja prinzipiell schon in diese Richtung, nur dass das noch nicht weit genug griff.
 
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Eben, wirklich aussagekräftig kann es auf diese Weise für einzelne Nährstoffe daher niemals sein. Selbst wenn man Freigänger mal außen vor lässt. Man kann nicht gewährleisten, dass die Teilnehmer immer alles was über Jahre verfüttert wird auch angegeben bzw. die richtige Menge notiert wird. Oder gar dass nur eine Marke/Sorte dauerhaft gefüttert wird.

Für Aussagen über den durchschnittlichen Feuchtegehalt der Nahrung kann ich mir sowas noch gut vorstellen. Aber alleine bei Dingen wie dem Jod, hängt es ja auch stark von der individuellen Futtermenge ab. Daher passiert bei vielen Tieren vielleicht gar nichts, und bei anderen schon. Ebenso wie diverse andere Ursachen möglich sind, die vielleicht aus anderen Gründen bei den Teilnehmern gehäuft auftreten.
 
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Ich glaube Katzenernährung ist wie auch bei anderen Tieren (inklusive Mensch) eine Sache, die man noch genauer erforschen muss.
Es gibt dabei aber so viele Faktoren, dass man für die Allgemeinheit der Katzenpopulation niemals genaue Aussagen treffen können wird.

Ein wichtiger Unterschied ist ja zb auch der Körperliche Zustand der Katze:
Ist sie Kastriert oder nicht?
Unkastrierte Tiere brauchen aufgrund des Fortpflanzungsdrangs und der dabei gebildeten Hormone und entsprechend aggressiver/durchsetzungsfähiger Verhaltensweisen garantiert eine andere Nahrungszusammensetzung und vorallem auch Menge.
Dann gibt es Freigänger, Teilzeitfreigänger, Wohnungskatzen. männliche, weibliche und kastrierte (wo man sich mal damit beschäftigen müsste, in wie weit die Kastration auch nicht nur die Unfruchtbarkeit verursacht...)
Von den einzelnen genetischen und epigenetischen Anlagen der Einzeltiere garnicht anzufangen 😳

Ich denke aber im grossen und ganzen, dass es wichtig ist eine möglichst wenig vorverarbeitete und auf natürlichen Zutaten fussende Ernährung, wie es frei lebende Katzen in der Natur vorfinden (auch inklusive Komposthaufen vom Nachbarn 😉) zu bieten. Sprich diese ganzen Zusatzstoffe, von Karamell, Cassia Gum, speziellen Ballaststoffen usw nehme ich Abstand. Man weiss zwar ungefähr, was sie an Aufgabe im Katzenfutter haben, aber was sie nebenbei bewirken ist fraglich.

Katzen sind zum glück keine Din-Genormten Tiere, weswegen sie viel verschiedene Fütterungsarten ohne Probleme vertragen, ohne deswegen zu erkranken. Deswegen ist es auch so schwierig rauszufinden, was denn nun wohl optimalwerte sind. Man sollte eher versuchen jeweils Grenzwerte für "defenitiv zu wenig" und "defenitiv zu viel" festzulegen, ich denke selbst das wäre ein gewaltiges Stück Forschungsarbeit.

Ich bin ja quasi von meiner Frau Glenn (Edit: Ich nenne meine Katze Frau Glenn, weil sonst viele denken es wär ein Kater) schneller zum Barfen gewungen worden, als ich es vor hatte. Man liest sich ja erst mal ein und schiebt noch ein bisschen und wartet noch ein bisschen, weils ech megaviel Materie ist und einem der Schädel schwirrt 😳
Aber als sich rausstellte: Ok Rindfleisch ist nicht gut für sie, wat für Futter bestell ich nun, ohne Goldesel im Keller?
Dazu kam dann noch die Bedingungen: Grisu verträgt kein Getreide, machnche Nassfuttersorten geben Durchfall, ohne dass ich die Ursache wusste.
Mittlerweile bin ich froh, so fix aufs Barfen umgestiegen zu sein. Es hat sich während des ersten Jahres nämlich noch mehr Unverträglichkeiten bei Glenn rausgestellt, die ich mit Nassfutter vermutlich nie so genau rausgefunden hätte.
Nun stelle ich das Futter mitsamt supplementen immer selber zusammen und muss "nur" noch auf die Fleischlieferanten vertrauen, damit sie ordentliches Material liefern. Mir sind sämtliche Zusatzstoffe bekannt, die im Futter landen und ich kann natürlich auch die einzelnen Supplemente und Fleischsorten variieren.
Natürlich weiss ich nicht wie es in 10 Jahren mit den Katzen aussehen wird, aber ich habe sowiso Katzen, die genetisch eher inzüchtig sind und somit vielleicht anfälliger für die ein oder andere Krankheit.
Aber wenigstens habe ich diese künstlichen, teilweise echt seltsamen Zusatzstoffe eliminert, die Katzen wirklich nirgendwo draussen finden würden.

So und wenn jemand noch den Kopf dazu hat, empfehle ich auch mal hier die Ernährungsseiten von den three Cats zu lesen. Da ist super aufgedröstelt, was welche Bestandteile des Futters für Aufgaben haben, was Katzen brauchen und was eher von der Futterindustrie verbreitet wird, was Katzen angeblich auch noch brauchen.
jasper-katzenernaehrung/

Grüsse
neko
 
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Mal kurz etwas OT:

Seit wann bist Du ein Kerl, Neko?

Zählen für Dich eigentlich auch die synthetischen Vitamine und Mineralstoffe zu den Zusatzstoffen.

@Labahn: Ich sehe es genauso wie Du, dass es natürlich problematisch ist, auf diese Art und Weise allgemeingültige Schlüsse zu ziehen. Aber vielleicht könnte man zumindest gewisse Tendenzen erkenn, wie jetzt mal zum Beispiel beim Felix-Futter und CNI.
 
😱
Ein Kerl?
IIICH? Wo?
Mh ne ich bin weiblich, eindeutig.

Nein die im endeffekt naturidentischen Zusatzstoffe zähle ich jetzt mal nicht zu den "bösen", denn sie sind molekular ja auch genau so in Mäusen, Vögeln, Insekten vorhanden, wie sie im Dosenfutter landen.
Ich meine eher die Zusatzstoffe, die hochraffiniert sind und eben in der Natur draussen für Katzen garnicht zu fressen wären, weil die da garnicht vorkommen.
 
Ich bin ja quasi von meiner Frau Glenn schneller zum Barfen gewungen worden, als ich es vor hatte.

Da stutzte ich dann doch etwas😉.

Kommen die naturidentischen Zusatzstoffe tatsächlich so und in dieser Form in Maus, Vogel oder Fisch vor?

Ich hab mal was darüber gelesen, wie Jodabfälle aus Krankenhäusern wieder verwertet werden und dann in Jodsalz oder Tierfutter landen. Ob das dann wirklich auf den Organismus den gleichen Effekt hat wie Jod aus einer Portion Lachs?
 
Ahh sooo. Hups. Ich nenne meine Katze "Frau" Glenn, weil sie sonst fast jeder für nen Kater hält 😳 Das hat sich so eingebürgert.


Mh, oh das ist natürlich schwierig zu beurteilen, denn natürlich spielt auch die Darreichungsform eine Rolle, wie gut Nährstoffe aufgenommen werden. Wobei bei einem Element, wie Iod es vermutlich einfacher geht, denn dieses wird als Ion im Magen-Darmtrakt vorliegen und somit gut aufgenommen werden können. Denke ich. Wobei da auch nicht abzustreiten ist, dass die Nahrung, die dazu gegeben wird mit rein"pfuscht".
Bei Eisen ist es ja auch bekannt, dass die Verbindungsform, wie die Eisenatome in andere Moleküle eingebettet sind eminent wichtig sind für die Aufnahme von Darmschleimhaut ins Blut. Beim Menschen ist ja bekannt, dass eine parallele Zugabe von Vitamin C die Eisenaufnahme fördert und je nachdem ob das Eisen aus tierischer oder pflanzlicher Kost kommt auch noch einen deutlichen Unterschied in der Verwertbarkeit ausmacht.
Bei Katzen wird es wohl mindestens so sein, dass sie Eisen aus pflanzlichen Quellen vermutlich garnicht verwerten können, rein aus dem Grund, weil sie evolutionär als Carnivoren und nicht als Herbi- oder Omnivoren angelegt sind.

Organische Verbindungen, sprich Moleküle, die teilweise relativ gross sind und einen speziellen Aufnahmemechanismus brauchen, um vom Darm durch die Schleimwand ins Blut zu gelangen sind dann noch kniffeliger.

Grüsse
neko
 
Also ich kann keine naturidentischen Stoffe fürs Barf verwenden. Taurin und Vitamin E gehen, der Rest geht nur in natürlicher Form. Leber, Lammherz, Süßwasserfisch, Bierhefeflocken, Eierschale und Knochen, Knochenmehl .......!

Man weiß ja auch nichts darüber, wie der Organismus die naturidentischen Stoffe tatsächlich verwerten kann im Vergleich zu den natürlichen.
 
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Kommen die naturidentischen Zusatzstoffe tatsächlich so und in dieser Form in Maus, Vogel oder Fisch vor?

Wie definierst du denn naturidentisch? Eisentropfen, Jodtabletten, Calciumcarbonat geht ja eigentlich nicht natürlicher als in Reinform.
 
*aufmerk*
die Sache mit dem naturidentisch/natürlich hab ich aufgebracht 😳

Ich schreib mal, was ich damit meine.
Also folgende Stoffe meine ich mit "naturidentisch", die zwar im Biofermenter, Fabrik etc hergestellt werden, aber in ihrer molekularen Form genauso auch in der Natur vorliegen können:
z.B. Vitamine, (Hormone), von Fetten bis Kohlehydrate bis Ballaststoffe, die auch in Lebewesen genau so vorkommen, wie man sie per Biotechnologie zusammenbauen kann.

Künstliche Stoffe sind für mich alle Dinge, die so nicht in der Natur vorhandenen Moleküle. Irgendwelche Makromoleküle aus Einzelmolekülen zusammengebaut sind, aber zb als Ballaststoff Einsatz finden.

Je nach Definition kann man das natürlich anders verstehen, andere würden die per Biotechnologie erzeugten Stoffe alle in die "künstlich" Ecke schieben, schätze ich.

Ich hab diese Begriffe von Lebensmittelzusatzdeklarationen übernommen.
Früher (bevor die das EU-Rechtlich geändert haben) gabs zb für Farb- und Aromastoffe die Pflicht anzugeben, ob sie "natürlich", "naturidentisch" oder "künstlich" sind.
Zb bei HImbeeren in Joghurt:
"natürlich" = Himbeeraroma direkt aus Himbeeren gewonnen und zugesetzt
"naturidentisch" = Himbeeraromabestandteile im Biofermenter erzeugt und zugesetzt
"künstlich" = Moleküle, die Himbeeraroma nachahmen, aber eigentlich garnicht in der Himbeeren drin sind, im Biofermenter erzeugt und zugesetzt

Grüsse
neko

PS: Also würde ich per dieser Definition aufs Barf-übertragen sagen:
natürliche Bestandteile sind das Fleisch, Fett, Leber, Fisch, Knochen(mehl), Blut
naturidentisch sind Eierschale, Seealgenmehl, Vitamin D Tabletten, Iodtabletten
künstlich: äh fällt mir spontan nix ein, wenn man pingelig ist könnte man die Tabletten hier reinpacken, da schliesslich die Füllstoffe vermutlich aus Stoffen bestehen, die so nirgends in der Natur auftauchen.
 
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Wie definierst du denn naturidentisch? Eisentropfen, Jodtabletten, Calciumcarbonat geht ja eigentlich nicht natürlicher als in Reinform.

Ist das wirklich so natürlich? Wie werden denn Eisentropfen hergestellt? Ist Jod, das aus Krankenhausabfällen wieder verwertet wird, tatsächlich vergleichbar mit dem Jod, das ich z.B. durch Fisch zu mir nehme?

Warum supplementieren die meisten Barfer denn natürlich und verwenden Seealge oder Fortain, anstatt einfach Fertigsuppis ins Futter zu kippen?

Ich bin keine Chemikerin, die jetzt erklären könnte, ob das wirklich identisch ist oder nicht. Aber zumindest im Humanbereich heißt es doch immer, dass keine noch so gute und ausgewogenen Vitamin- und Mineralstoffmischung die Vitamine und Mineralstoffe ersetzen kann, die in Obst, Gemüse, Getreide oder Fleisch vorkommen.
 
Ich bin keine Chemikerin, die jetzt erklären könnte, ob das wirklich identisch ist oder nicht. Aber zumindest im Humanbereich heißt es doch immer, dass keine noch so gute und ausgewogenen Vitamin- und Mineralstoffmischung die Vitamine und Mineralstoffe ersetzen kann, die in Obst, Gemüse, Getreide oder Fleisch vorkommen.

Das liegt aber nicht unbedingt an den einzelnen Stoffen. Zb lässt sich vieles identisch nachbauen von den Molekülen her. Aber in zb einem Apfel ist viel mehr als nur Wasser und Vitamin C. Da ist das gesamte Paket und die Stoffe sind auch nicht isoliert sondern im Zusammenspiel.
Man weiss nicht immer wie etwas wirkt, wenn es isoliert ist und kann da auch ganz schön reinfallen .
 
Aber zumindest im Humanbereich heißt es doch immer, dass keine noch so gute und ausgewogenen Vitamin- und Mineralstoffmischung die Vitamine und Mineralstoffe ersetzen kann, die in Obst, Gemüse, Getreide oder Fleisch vorkommen.

Das liegt aber an dem fehlen von sekundären Pflanzenstoffen.


Außerdem ist das so nicht richtig. Es gibt nämlich Nährstoffe die sich in der Natur gegenseitig blockieren, bzw. bei denen bei gleichzeitgem Verzehr die Aufnahme gehemmt wird.

Die meisten Barfer supplemieren deshalb natürlich, weil sie ihr Tier so naturnah wie möglich ernähren möchten. Ob das mit Fourtain und Seealgenmehl allerdings gemacht werden sollte, muss dann im Endeffekt jeder für sich selber entscheiden.
 
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Die meisten Barfer supplemieren deshalb natürlich, weil sie ihr Tier so naturnah wie möglich ernähren möchten.

Warum, wenn es doch eigentlich egal ist, ob ich Fortain oder Eisentabletten verwende, die demnach ja genauso naturnah wären?

@Mela: Ja, das ist auch die Frage, ob zum Beispiel Vitamin A aus der Leber da noch mit anderen Stoffen zusammenwirkt und ich genau dieses Zusammenspiel durch isoliertes Vitamin A niemals erreichen werde.
 
Ich pers. glaube nicht das die Katzen früher kränker waren als heute, aber ich glaube, dass die ganzen Futteranalysen a la was braucht die Katz, oder was enthält eine Maus, ziemlich für die Katz sind.

Das glaube ich fast auch.

Die Frage die mich im Augenblick interessiert ist: Können Katzen nach Bedarf selektieren, oder selektieren sie nur nach Geschmack? Ersteres würde nämlich erklären, warum es immer mehr Mökelkatzen gibt und warum Mäuse auch gerne mal nur Teilweise gefressen werden....hier sind gerade nur Mäuseköpfe lecker und Pfoten.....ich denke da braucht jemand gerade Calcium 🙂

Also ich kann mir das durchaus vorstellen.

Es fehlt da einfach an Langzeitstudien, die unter "Normalbedingungen" zustande gekommen sind.

Wie willst du solche Langzeitstudien machen? Das müsste ja über Jahre gehen, mit einer hohen Anzahl von Katzen ( man bedenke auch ggf. den unterschiedliche Bedarf jeder einzelnen Katze).

Stichwort u.A. auch z.B. FORL , bei der als eine mögliche Ursache in falschem Calcium-Phosphor-Verhältnis bei der Ernährung im Raum steht. Diese wäre ja auch schon bei der Mutterkatze, das sich die ganzen Zahnanlage bereits im Mutterleib bilden.
FORL nimmt immer mehr zu ( oder wird immer mehr erkannt?), Nierenerkrankungen sind eine häufige Todesursache bei der auch immer Calcium-Phosphor-Verhältnis eine Rolle spielt.
Das stimmt schon recht nachdenklich.

Was mich zusätzlich stört ist, dass in Tiernahrung immer mehr Zusatzstoffe reingepanscht werden dürfe ohne deklariert werden zu müssen.

Warum z.B. wird in den meisten Nassfuttermitteln - auch in den Hochwertigen - Verdickungsmittel verarbeitet? Es geht doch auch ohne.
 
@Mela: Ja, das ist auch die Frage, ob zum Beispiel Vitamin A aus der Leber da noch mit anderen Stoffen zusammenwirkt und ich genau dieses Zusammenspiel durch isoliertes Vitamin A niemals erreichen werde.

Ich glaube, da weiss man noch vieles nicht.
Gab es bei Menschen nicht mal die Empfehlung an Raucher Vitamin B zu nehmen und es wurde dann zurückgezogen, weil es mehr schadete?

Es ist auch sehr schwer solche Zusammenhänge in Studien zu sehen. Kann Grund A sein, aber auch B oder C.
 
Ich beziehe mich mal auf die Ausgangsfrage
Was brauchen unsere Katzen wirklich? Füttern wir sie krank?

und antworte mal mit: Ja, wir füttern unsere Tiere krank.

Ihr könnt mich erschlagen, auf den Scheiterhaufen stellen oder mich steinigen, aber ich denke, dass wir schon übertreiben mit der Jagd nach deeeeem besten / perfekten Futter, unsere Augen rechteckig gucken auf der Suche nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, Zusammensetzungen etc. etc. etc..

Ich beobachte bei meinen, dass sie schon so essen, wie sie es brauchen.
Da bleibt auch mal das Essen stehen oder es wird gemäkelt. Ein paar Tage später wird komischerweise gerade das Futter wieder gegessen.

Es gibt Tage, da essen sie mehr Nassfu ... an anderen mehr Trofu.

Sie verhalten sich ebenso wie ich. Ich bin kein Obstesser / Salatesser. Es gibt aber Tage, da habe ich Appetit auf Obst und auch auf Salat.
Ich esse wenig Fleisch, aber es gibt Tage, da töte ich für Steak & Co. An diesen *Jiepertagen* wird dann ausschliesslich das Objekt der Begierde gegessen. An anderen Tagen eben wieder weniger.


Ebenso dieses *ständig Futter* zur Verfügung haben, ist in meinen Augen auch dafür verantwortlich, dass wir die Tiere krank füttern.

Isst eine Katze mal einen Tag ( oder auch mehrere Tage ) nicht richtig ( ich meine jetzt nicht komplette Futterverweigerung sondern die Portionen, die WIR ihnen in die Näpfe packen ), kriegen wir sofort die blanke Panik und rennen mit ihnen die Praxen ein.

Das Tiere aber irgendwo immer noch Urinstinkte haben, was sie brauchen und wieviel, vergessen wir leider oftmals.




Solange meine essen, nicht an Gewicht verlieren, ihr AZ gut ist, sie spielen und das machen, was Katzen so am Tag eben machen, denke ich schon, dass sie ganz genau wissen, was sie tun und brauchen.
 
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